Eine drohende Wirtschaftskrise wurde nach einem Regierungswechsel durch befristete Notmaßnahmen und umfassenden Reformen abgewendet die in den folgenden Jahren umgesetzt wurden. Spätestens zum Ende der neunziger Jahre komplettierte sich nach der Russlandkrise das Bild eines Siegeszuges der Marktwirtschaft. 3. Verdopplung des Beschäftigungspotenzials
1985 umfasste die wirtschaftlich vernetzte Welt  rund 2,5 Mrd. Menschen, heute sind es mehr als 6 Mrd.; eine weitere Folge des „Ostblockeffekts“. Denn ohne China, Indien und die ehemalige Sowjetunion könnte die globale Wirtschaft nicht auf rund 6 Mrd. sondern auf nur rund 3,3 Mrd. zurückgreifen. Die junge Bevölkerungsstruktur der „neuen“ Länder verschärft diesen Effekt weiter, so dass nach Schätzung der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) von 2,9 Mrd. 2004 wirtschaftlich aktiven Menschen  1,5 Mrd. aus diesen Ländern stammten. Wie lässt sich solch ein Sprung im Beschäftigungspotential verkraften? Die einzige Antwort scheint durch eine zügige Integration dieser Länder in die globalen Produktionsprozesse zu sein. Nur so ist eine schnelle Steigerung des Wohlstands in und damit verbunden der Nachfrage aus diesen Ländern zu erreichen. Und genau dieser Weg wurde in den letzten Jahren beschritten. 4. Technologischer Wandel
Der Siegeszug der Marktwirtschaft und die damit verbundene Integration der bevölkerungsstärksten Volkswirtschaften der Welt (China und Indien) in den Globalisierungsprozess ist ein wichtiger Impuls, der andere ist die Vielfalt technischer Neuerungen. 5. Aufstieg des Personalcomputers
Der Aufstieg der Personal Computer hat unsere Welt verändert: Zunächst war das Ausmaß der Veränderung kaum spürbar. Die ersten der siebziger und achtziger Jahre brachten uns vor allem neue Möglichkeiten in der Text- und Datenverarbeitung und später brachten Heimcomputer vor allen Kindern und einigen wenigen „Technikfreaks“ neuen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Und erinnern Sie sich noch and die Anfänge des Internets? So richtig los ging es hier erst vor etwas mehr als zehn Jahren und bis in die späten neunziger Jahre hielt uns meist das Steuerrad des Browsers Netscape beim Aufsuchen der damals nur rudimentär vorhandenen Internetseiten auf Kurs. Vergleichsweise spät erkannte Microsoft, welches Potential in diese Medium steckte und stellte den Webbrowser unter „Windows 95“ stärker in den Vordergrund. Der Computer war ein nettes Spielzeug, das uns das Leben erleichtere: Es gab erste Möglichkeiten Online-Banküberweisungen – über BTX war dies teilweise schon in den Achtzigern möglich – zu tätigen und einige deutsche Zeitungen ließen sich auch während der Auslandsreise in Florida lesen (z.B. Spiegel-Online seit 1994). Eine wirklich bahnbrechende Innovation war das noch nicht, es fehlte an Umsetzungsmöglichkeiten und die Wirkung war begrenzt. Der Prozess ein umfassendes Netzwerk einzurichten kostete, trotz vieler Internetbegeisterter Menschen und enormen Investitionssummen, Zeit und verlief keinesfalls linear. Ende 1995 existierten weltweit nicht einmal 20 tsd Hosts. Bis es 10 Millionen waren, brauchte es noch mal knapp 5 Jahre. Die Entwicklung verlor nach dem Platzen der Internetblase zwischenzeitlich merklich an Fahrt.  (siehe Tabelle unten). In den letzten Jahren scheint jedoch wiederum so etwas wie ein neue Internetboom eingesetzt zu haben. Internet: Boom, Bang, Boom Ende2006 existierten weltweit erstmals mehr als einhundert Millionen „Internetsites“. Diese Entwicklung wird nicht ohne Folgen bleiben. Das Internet in der heutigen Form wird mehr und mehr zu einem Katalysator für den Wachstumsmotor Emerging Markets. Einige der hiermit verbundenen Themen sind nicht neu: Sogenanntes Offshoring war schon Mitte der neunziger Jahre ein wichtiges Thema, wenn auch mehr bei der strategischen Unternehmplanung als bei tatsächlichen Projekten.