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Glows Gedanken: Tauschgeschäft im ETF

Detlef Glow ist Leiter der<br>Lipper-Fondsanalyse
Detlef Glow ist Leiter der
Lipper-Fondsanalyse
Kaum eine Frage bewegt in der ETF-Branche die Gemüter mehr, als die Frage nach der besten Art der Indexreplikation. Insbesondere wird der Einsatz von Derivaten (Index-Swaps) zum Teil heftig diskutiert. Das ist allein deshalb verwunderlich, weil Derivate wie Swaps oder spezielle Zertifikate in „normalen“ Investmentfonds ohne große Beachtung durch die Öffentlichkeit schon seit Jahren zum Einsatz kommen.

Somit scheint die Debatte innerhalb der ETF-Branche von einzelnen Interessengruppen gesteuert zu sein. Ebenso ist es sehr verwunderlich, dass bei dieser Diskussion nicht auf andere Derivate (Zertifikate), die zum Beispiel bei voll replizierenden Fonds zur Dividendenoptimierung eingesetzt werden, eingegangen wird. Um hier ein wenig mehr Licht in das Dunkel zu bringen, beleuchte ich den Mythos Swap im Folgenden näher.

Was genau ist ein Swap?

Ein Swap, bei ETFs ein Index-Swap, ist ein Tauschgeschäft zwischen zwei Vertragspartnern bei dem in der Finanzwelt der Austausch (engl. Swap) von Zahlungsströmen vereinbart wird. Im Falle der ETFs tauscht der Fonds (das Sondervermögen) mit dem jeweiligen Kontrahenten die Entwicklung der im Fonds enthaltenen Wertpapiere (Aktien oder Anleihen) gegen die Entwicklung des gewünschten Index.

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