Als bei Rainer A. (Name von der Redaktion geändert) Mitte Dezember das Telefon klingelte und der Anrufer wissen wollte, wie viel Geld er jeden Monat für seine private Krankenversicherung (PKV) bezahlt, ahnte er noch nichts Böses. Ganz im Gegenteil. Schließlich stellte ihm der Anrufer eine saftige Beitragsersparnis in Aussicht. Arglos schickte A. ihm seine Versicherungsunterlagen. Kurz vor Weihnachten folgte der zweite Anruf: Man habe den Vertrag geprüft und könne bei einem Tarifwechsel eine Ersparnis von 140 Euro im Monat herausschlagen. Ein tolles Weihnachtsgeschenk, dachte sich A. Natürlich müsse er im Gegenzug im Krankheitsfall auf Annehmlichkeiten wie das Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus verzichten und sich mit einem Zwei-Bett-Zimmer zufriedengeben, warnte der Anrufer. Auch die Selbstbeteiligung würde erhöht werden. Doch für eine Ersparnis von knapp 1.700 Euro im Jahr nahm A. das problemlos in Kauf.