in Gold & EdelmetalleLesedauer: 7 Minuten

Interview mit Adrian Ash von Bullionvault „Gold ist in China zur wichtigsten Anlageform geworden“

Adrian Ash ist Director Research beim Edelmetallmarktplatz Bullionvault.
Adrian Ash ist Director Research beim Edelmetallmarktplatz Bullionvault | Foto: Bullionvault / Canva

DAS INVESTMENT: Alte Gewissheiten rund um Gold scheinen ihre Gültigkeit eingebüßt zu haben: Obwohl es mittlerweile wieder Zinsen gibt, steigt der Preis des zinslosen Goldes trotzdem immer weiter. Wie erklären Sie sich das?

Adrian Ash: Westliche Analysten und Händler haben festgestellt, dass die Funktionsweise der Goldpreise durch die starke chinesische Nachfrage auf den Kopf gestellt wurde:Die Zentralbanken, allen voran China, bauen ihre Goldreserven weiter aus, um ihr Portfoliorisiko zu streuen und sich vor den möglichen Auswirkungen westlicher Finanzsanktionen zu schützen, wie sie gegen Russland verhängt wurden. Die Nachfrage der privaten Haushalte in Asien ist stark, angetrieben durch das Wirtschaftswachstum in Indien und Chinas sprunghaft steigende private Investitionen aufgrund der Volatilität des Finanzmarktes.

Westliche Anleger hingegen müssen sich dem derzeitigen Aufwärtstrend des Goldes erst noch anschließen. Tatsächlich haben Investoren in Nordamerika und Westeuropa seit Anfang 2023 insgesamt Nettoverkäufe von Münzen, Barren und ETFs getätigt. Die in Deutschland börsennotierten Goldfonds sind jetzt die kleinsten seit fünf Jahren.

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