- Die zehn besten Goldaktienfonds der letzten 20 Jahren Seite 1
- Platz 10: Safeport Gold & Silver Mining Fund Seite 2
- Platz 9: Craton Capital Precious Metal Fund Seite 3
- Platz 8: DJE - Gold & Ressourcen (EUR) Seite 4
- Platz 7: Amundi Gold Stock Seite 5
- Platz 6: Blackrock Global Funds - World Gold Fund Seite 6
- Platz 5: Sprott-Alpina Gold Equity Fund Seite 7
- Platz 4: Nestor Gold Fonds Seite 8
- Platz 3: Ninety One GSF - Global Gold Fund Seite 9
- Platz 2: Finaltis Funds - Gold Seite 10
- Platz 1: Konwave Gold Equity Fund Seite 11
Der Goldpreis hat im Oktober 2025 erstmals die Marke von 4.000 US-Dollar überschritten. Auch in Euro erreichte das Edelmetall mit 3.400 Euro pro Feinunze ein neues Allzeithoch. Mit einem Anstieg von mehr als 50 Prozent seit Jahresbeginn ist Gold auf dem besten Weg, seine stärkste Performance seit 1979 zu erzielen.
Zentralbanken und Anleger treiben die Nachfrage
Benjamin Louvet, Head of Commodities bei Ofi Invest Asset Management, betont: „Die Nachfrage der Zentralbanken ist zentral für die Goldpreisentwicklung.“ Physisches Gold mache mittlerweile einen größeren Anteil der Reserven aus als US-Staatsanleihen – zum ersten Mal seit 1996. Zentralbanken aus Schwellenländern stocken ihre Goldbestände auf, um weniger abhängig vom US-Dollar zu werden.
Auch private Anleger zeigen gestiegenes Interesse. Louvet verweist darauf, dass die Positionen in Gold-ETFs seit Juni 2024 um über 10 Millionen Unzen gestiegen sind. In Deutschland hat sich laut dem Edelmetall-Anbieter Bullion Vault die Zahl neuer Goldkäufer im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht. Adrian Ash, Director of Research bei Bullion Vault, kommentiert: „Diese Bewegung zur Absicherung signalisiert eine langfristige Sorge über Geldentwertung.“
Carsten Menke, Head Next Generation Research bei Julius Bär verweist auf zusätzliche Faktoren wie eine sich abkühlende US-Wirtschaft, niedrigere US-Zinsen und einen schwächeren US-Dollar. Die aktuelle Rally erfolge ohne Panik auf den Finanzmärkten.
Konsolidierung möglich, größere Korrektur unwahrscheinlich
Nach dem Preisanstieg der letzten Monate könnte laut Menke eine kurze technische Konsolidierungsphase folgen: „Wahrscheinlicher ist, dass Spekulanten Interesse verlieren, also dass alle guten Nachrichten bereits eingepreist sind. Eine solche Reaktion würde allerdings keine tiefgreifende Korrektur, sondern eher einen kurzfristigen und vorübergehenden Rückschlag verursachen.“
Eine größere Korrektur hält der Experte für sehr unwahrscheinlich, da die US-Notenbank gerade einen Lockerungszyklus begonnen hat. In der Vergangenheit wurden größere Korrekturen fast immer durch eine Straffung der Geldpolitik verursacht.
Louvet identifiziert drei potenzielle Risiken für den Goldpreis: abnehmende Käufe der Zentralbanken, nachlassende geopolitische Spannungen oder überraschend starkes Wirtschaftswachstum mit steigenden Realzinsen. Der wichtigste Grund für einen Preisrückgang wäre laut Louvet überraschend starkes Wirtschaftswachstum, da dies einen Anstieg der Realzinsen ermöglichen würde – „was für Gold den größten Gegenwind darstellen würde.“ Allerdings sind die Zentralbanken laut Umfragen derzeit stark geneigt, ihre Goldallokation weiter zu erhöhen.
Strukturelle Faktoren bleiben intakt
Menke geht davon aus, dass die Käufe der Zentralbanken aus Schwellenländern unter Annahme einer Zielallokation von 20 bis 25 Prozent noch drei bis fünf Jahre anhalten dürften. Julius Bär hebt seine Kursziele auf 4.150 US-Dollar (3 Monate) und 4.500 US-Dollar (12 Monate) an.
Für risikofreudigere Anleger bieten Goldminenaktien zusätzliches Potenzial mit einem Hebel in Gold zu investieren. Imaru Casanova von Vaneck weist darauf hin, dass Goldminenunternehmen derzeit günstig bewertet sind und durch Kostenkontrolle sowie disziplinierte Kapitalallokation auf eine Neubewertung hinarbeiten.
Menke bekräftigt seine längerfristig konstruktive Einschätzung für Gold. Kurzfristige Rückschläge sind möglich, eine größere Korrektur wird jedoch als unwahrscheinlich eingeschätzt.
Auf den folgenden Seiten zeigen wir die zehn besten Goldaktienfonds sortiert nach ihrer Wertentwicklung über 20 Jahre.
Quelle: FWW-Fondsexplorer, Stand der Daten: 08. Oktober 2025
