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Milton Berg, Gründer und Chef von MB Advisors, hat in seiner 40-jährigen Karriere auch für Inestorengrößen wie George Soros und Stanley Druckenmiller gearbeitet (Foto: Bloomberg TV)

Milton Berg, Gründer und Chef von MB Advisors, hat in seiner 40-jährigen Karriere auch für Inestorengrößen wie George Soros und Stanley Druckenmiller gearbeitet (Foto: Bloomberg TV)

Gold ist immer noch zu teuer

Rohstoff-Experte berechnet Gold-Schoko-Index

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Der Gründer und Chef des Research-Unternehmens MB Advisors hat einen eher ungewöhnlichen Erklärungsansatz für den seit vier Jahren fallenden Goldpreis. „Wenn man mit einer Unze Gold viele Sachen kaufen kann, dann ist das Edelmetall zu teuer. Wenn man nur wenige Sachen kaufen kann, dann ist es zu billig“, zitiert das Onlineportal Finews.ch den Rohstoffexperten. In seiner Analyse nutzt Berg eigentlich eine gängige Methode. Er vergleicht den Preis des Edelmetalls mit dem einer anderen Ware. Viele Analysten nutzen dafür beispielsweise andere Rohstoff-Indizes, den Ölpreis oder auch den US-Immobilienpreisindex. Milton Berg aber wählt den Hershey-Schokoladenriegel, wie er in einer Sendung mit Bloomberg-TV erläutert. Median des Gold-Schoko-Index Bis 1919 hat er untersucht, wie viele Unzen Hershey-Schokoladenriegel man mit einer Unze Gold kaufen kann. Dabei kam heraus, dass Ende der 1980er Jahre und im September 2011 das Edelmetall auf Rekordpreisen notierte. In dieser Zeit bekam man mit einer Unze Gold etwa 2850 Unzen Hershey-Schokolade. Laut Berg war das Edelmetall somit völlig überbewertet. In den 1960er Jahren bekam man beim Tiefpunkt des Goldpreises gerade einmal 462 Unzen von der Schokolade, also war das Edelmetall dementsprechend unterbewertet. Der Mittelwert aus seiner Berechnungen des Gold-Schoko-Index liegt bei 950 US-Dollar. Berg ist aber davon überzeugt, dass die Märkte immer überreagieren und der Preis für Gold deshalb noch deutlich unter diese Marke fallen wird. Deshalb empfiehlt er Anlegern auch zu warten, bis der Preis in der Region bei 700 Dollar oder tiefer angekommen ist.

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