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Erfahren Sie mehr über Wie sich der aktuelle Goldpreis zur Oktoberfest-Maß und dem iPhone verhält
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Ronald P. Stöferle ist Partner bei Incrementum und dort für Research und Portfolio-Management zuständig.Bildquelle: Incrementum / Canva
Gold auf Rekordhoch: Wie viele Oktoberfest-Maß bekommt man pro Unze? Und wie viel benötigt man für das neue iPhone? Ein humorvoller Blick auf die Preisentwicklung des Edelmetalls.
Auf die Entwicklung des Goldpreises kann man auch mit einem Augenzwinkern blicken. Das tun wir seit vielen Jahren mit verschiedensten Ratios, die die Kaufkraftentwicklung des Goldes abbilden. Jahr für Jahr nehmen wir im September zum einen das Münchner Oktoberfest, zum anderen die mittlerweile ebenfalls zur Tradition gewordene Vorstellung der neuen iPhones am zweiten Dienstag im September zum Anlass, die Preisentwicklung für Goldanleger unter die Lupe zu nehmen.
So viel vorweg: Das iPhone 17 ist das billigste Modell der gesamten iPhone-Geschichte und das neue Rekordhoch beim Bierpreis auf dem Oktoberfest war für Goldanleger kein Grund für Kopfschmerzen.
In den vergangenen Jahren kannte der Bierpreis in Euro auf der Wiesn nur eine Richtung: (steil) nach oben. 2024 wurde zum ersten Mal mehr als 15 Euro pro Maß verlangt, 2025 erhöhte sich der Bierpreis um weitere 3,3 Prozent auf bis zu 15,80 Euro pro Maß zu. Im Vergleich zu 2019 verteuerte sich die Maß damit bereits um mehr als ein Drittel. Seit 1950 beträgt die durchschnittliche Bierinflationsrate am Münchner Oktoberfest 4,0 Prozent.
Gänzlich anders sieht die Welt für Goldanleger aus. Schließlich legte per Ende August der Goldpreis im Vergleich zum Vorjahr um weitere 30 Prozent zu, im Mai wurde zum ersten Mal ein Allzeithoch über 3.000 Euro erzielt. Im Vergleich zum Oktoberfest 2023 beträgt das Plus sogar fast zwei Drittel.
Eine Unze Gold kauft am diesjährigen Oktoberfest somit 186 Maß Bier. Das sind 38 Maß oder fast 26 Prozent mehr als am Oktoberfest 2024. Im Vergleich zu 2023 kann sich ein Goldanleger sogar 67 Maß mehr leisten. Das ist ein Plus von 56 Prozent. Der langjährige Durchschnitt des Gold/Wiesnbier-Ratios beträgt 91 Maß und somit weniger als die Hälfte des aktuellen Werts.
Die Bierkaufkraft des Goldes liegt damit 2025 so hoch wie seit 1981 nicht mehr und belegt in der Bestenliste seit 1950 somit den 3. Platz. Lediglich 1980 und 1981 erhielt man mit 227 beziehungsweise 197 Maß mehr Wiesnbier als dieses Jahr.
Die iPhone/Gold-Ratio
Jahr für Jahr zelebriert Apple Anfang September die Präsentation der neuen iPhone-Modelle. Dieses Jahr war es nicht anders. Zusätzliche Spannung entzündete sich jedoch an der Frage, wie sich die Turbulenzen infolge der erratischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump auf den Verkaufspreis des iPhones niederschlagen werden. Es war durchaus überraschend, dass die Preise in US-Dollar konstant blieben.
Für Goldanleger war angesichts der markanten Goldpreisrally hingegen von Vornherein klar, dass das iPhone auch dieses Jahr wieder günstiger werden würde. Mit einem Kaufpreis von lediglich 0,46 Unzen Gold ist das iPhone 17 Pro Max mit 1 TB Speicher sogar das günstigste iPhone der Geschichte.
Damit setzte sich ein langjähriger Abwärtstrend fort: 2022 mussten noch 0,87 Unzen Gold gezahlt werden, 2023 mit 0,78 Unzen deutlich weniger und 2024 kostete das iPhone nur mehr 0,64 Unzen. Damit ist das iPhone 17 Pro Max um fast 50 Prozent billiger als 2022, um mehr als 40 Prozent billiger als 2023 und um fast 30 Prozent billiger als 2024.
Im Vergleich zum in Gold mit Abstand teuersten iPhone XS, für das 2018 stolze 1,13 Unzen Gold hingelegt werden mussten, beträgt der Preisrückgang fast 60 Prozent. Der Grund für diesen Preisverfall liegt auf der Hand. Gold auf US-Dollar-Basis legte im Vergleich zum Vorjahr per Ende August um 37,8 Prozent zu, im Vergleich zu 2023 um 80,2 Prozent und im Vergleich zu 2018 verdreifachte sich der Goldpreis nahezu.
Bemerkenswert ist auch der Vergleich mit dem allerersten iPhone aus dem Jahr 2007. Dieses kostete 599 US-Dollar beziehungsweise 0,92 Unzen. Seither beträgt die jährliche Preissteigerung in US-Dollar im Schnitt 5,8 Prozent – oder 167 Prozent über die gesamte iPhone-Ära –, während der Goldpreis im Schnitt um 9,7 Prozent im Jahresvergleich zulegte. Das entspricht einem Plus von 431 Prozent in 18 Jahren. Folglich ist der Preis des iPhones in Gold im Durchschnitt um 3,6 Prozent pro Jahr gefallen oder um 50 Prozent insgesamt.
Für dieses deutlich Weniger an Gold hat der Käufer allerdings Jahr für Jahr mehr iPhone erhalten. Denn technologisch betrachtet hat das aktuelle iPhone 17 mit dem ursprünglichen iPhone nur mehr den Namen gemein.
Fazit
Diese beiden Ratios zeigen – mit einem gewissen Augenzwinkern – eines doch eindeutig: Während die Preise in den Fiat-Währungen nur eine Richtung kennen, nämlich nach oben, ist die Kaufkraft von Gold in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Doch auch der Langfristvergleich belegt, dass man mit einer Anlage in Gold – trotz einiger erheblicher Schwankungen – gut aufgestellt ist. Das neueste iPhone wird für den langfristig orientierten Goldanleger fast schon zum Schnäppchen. Und am Oktoberfest herrscht bei Goldanlegern eine weit überdurchschnittliche Bierseligkeit.
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