Eric Sprott, hier im Gespräch mit James Turk

Eric Sprott, hier im Gespräch mit James Turk

Gold und Silber: Eric Sprott und James Turk im Video-Interview

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Wenn Eric Sprott, Vorsitzender der Sprott Asset Management, oder James Turk, Direktor der Goldmoney Foundation, ihr Wissen zum Besten geben, wird es in der Regel interessant. Die jüngste Vorlage für ein gemeinsames Gespräch war die Rede von Eric Sprott auf der Edelmetallmesse in München. 

Im Interview sind sich beide einig, dass die Eingriffe der Zentralbanken – sei es durch Nullzinspolitik, Gelddruckerei oder Anleihenaufkäufe – die Finanzmärkte verzerren würden. Gleichzeitig sei ein Hebel von 20 zu 1 im Bankensystem Gang und Gäbe und Anleger würden erst gerade beginnen zu verstehen, was ein Kontrahentenrisiko wirklich sei.

Auch gehen die beiden in ihrem Gespräch auf den Silbermarkt ein. Sprotts glaubt, dass die schnell wachsende Nachfrage nach dem Edelmetall das Angebotswachstum bei weitem übertrifft. Der Silberpreis werde also langfristig steigen. Konkrete Zahlen nennt er auch: Ein weltweites Angebot von 900 Millionen Feinunzen Silber könne bei einem Nachfrageanstieg um 380 Millionen Unzen nicht das bisherige Preisniveau halten.

Des Weiteren sprechen Sprotts und Turk über die Kurzsichtigkeit der jüngsten politischen Entscheidungen und die schlechten Aussichten des US-Dollars, weiterhin als Weltreservewährung zu gelten. Ein einfaches „Weiter so“ wie bisher sei für Pleitestaaten nicht mehr möglich. Selbst der Anleihemarkt reagiere kaum mehr auf Stimulus-Pakete der Staaten.

Das Interview würde am Rande der Edelmetallmesse in München am 4. November 2011 aufgenommen.

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