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Kaufkraft sichern Warum Gold- und Silberminenaktien jetzt Potenzial haben

Frauen vor Goldmine mit Münzen
Frauen vor Goldmine mit Münzen: Nur im Jahr 2015/2016 und während des Corona-Crashs waren Goldminen im Verhältnis zum Goldpreis günstiger bewertet. | Foto: Jessica Hunold/Canva

Das Börsenjahr 2022 war bisher ernüchternd. Aktien- aber auch Anleihekurse korrigierten in den vergangenen Monaten heftig. Trotz hoher Inflation und geopolitischer Unsicherheit gaben die Edelmetalle und insbesondere die Aktien von Gold- und Silberminen ebenfalls spürbar nach. Steigende Zinsen und vor allem der starke US-Dollar drückten auf die Stimmung der Edelmetallanleger. Doch was tun, um der hohen Inflation Herr zu werden? Aktien von Gold- und Silberminen sind für das zweite Halbjahr einer unserer Favoriten beim Kampf um den Erhalt der Kaufkraft.

Edelmetalle enttäuschten 2022 bisher

Zahlreiche „Goldfans“ – die sogenannten „goldbugs“ – sind mit der Kursentwicklung der Edelmetalle in diesem Jahr verständlicherweise unzufrieden. Rein von den Fakten herrscht aktuell ein nahezu ideales Umfeld für Edelmetalle. Die Geldmenge wurde massiv erhöht, die Inflation verharrt auf hohem Niveau, die Realzinsen sind deutlich negativ und der Ukraine-Russland-Konflikt sorgt für eine große Unsicherheit. Doch bisher konnten weder die Edelmetallpreise noch die Goldminenaktien davon profitieren, ganz im Gegenteil. Der Goldpreis liegt in US-Dollar dieses Jahr drei Prozent im Minus der Silberpreis sogar 11 Prozent. In Euro sieht dies zwar besser aus, denn Gold liegt auf Eurobasis seit Jahresbeginn leicht im Plus, dennoch hatten sich die Goldanleger unter diesen Marktbedingungen deutlich mehr erwartet. 

Quelle: VWD, 01.08.2022

Auf der Suche nach der Begründung für die bisher schwache Performance stehen unserer Meinung nach die steigenden Zinsen, der starke US-Dollar, Margin Calls und die allgemeine Unsicherheit an den Märkten im Fokus. Cash war King in den letzten Monaten.

Das zweite Halbjahr birgt Chancen für Edelmetalle

Wie oben erwähnt, haben die Zinserhöhungen der Notenbanken den Goldpreis unter Druck gesetzt. Wir gehen davon aus, dass sowohl die EZB als auch die Fed die Zinsen (weiter) anheben werden, da die Inflationsraten auf hohem Niveau verharren. Hier sind die Notenbanker somit zum Handeln gezwungen, obschon sie wissen, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Den Zentralbankern sind die Hände gebunden, da signifikante Zinserhöhungen das Kreditkartenhaus implodieren ließen und die Wirtschaft unweigerlich in eine schwere Rezession führen würde.

Zinserhöhungen sind theoretisch nachteilig für das Edelmetall, da Gold keine Zinsen abwirft. Die Historie zeigt allerdings, dass der Goldpreis nach Zinserhöhungen oftmals steigt. Ist die Katze erstmal aus dem Sack, schwindet die Angst. Somit dürfte das Schlimmste für den Goldpreis bald überstanden sein. Sollten die Notenbanken dann im Herbst wieder eine lockerere Geldpolitik favorisieren, dürften die Edelmetalle Rückenwind erfahren.

Fallende US-Zinsen dürften auch für einen schwächeren US-Dollar sorgen, was sich wiederum positiv auf den Goldpreis auswirken dürfte.

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