Goldman Sachs, J.P. Morgan & Co.

S&P senkt Rating von acht US-Banken

//

Standard & Poor’s hat die Bonitätsnote von acht großen US-Banken um eine Stufe heruntergesetzt. Zur Begründung verwies die Ratingagentur darauf, dass im Krisenfall weniger Staatshilfen zu erwarten seien.

Die betroffenen Banken sind JPMorgan, Bank of America, Wells Fargo, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of New York Mellon, State Street und Citigroup.

S&P hatte im November bereits signalisiert, dass eine Herabstufung kommen werde. Gesenkt wurden das langfristige Emittenten-Rating und die Ratings für vorrangige unbesicherte Anleihen und sogenannte nicht aufschiebbare nachrangige Anleihen, wie aus einer Mitteilung am späten Mittwoch hervorging.



„Wir erachten jetzt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Regierung ihrem Bankensystem mit einer außerordentlichen Unterstützung unter die Arme greift, als ‚unsicher‘ und entfernen daher die auf einer staatlichen Unterstützung basierende Aufwertung aus unseren Ratings", erklärte S&P.

Die Federal Reserve hatte im Oktober einer Regel zugestimmt, die vorsieht, dass große US-Banken Anleihen vorhalten, die im Falle einer Schieflage in Eigenkapital gewandelt werden können - eine wichtige Maßnahme im Bestreben der Aufseher, eine weitere Finanzkrise zu verhindern. Wenn ein Kreditinstitut in eine Schieflage geriete, würden die Aktionäre alles verlieren. Die Anleihen würden jedoch in Eigenkapital einer neuen, rekonstituierten Bank gewandelt.

Bei Wells Fargo, Bank of New York Mellon und State Street wurde das langfristige Emittenten-Rating von „A+" auf „A" gesenkt. Bei JPMorgan wurde es von „A" auf „A-" heruntergestuft. Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley wurden von „A-" auf „BBB+" gesenkt.

Sprecher der Banken wollten dazu keine Stellungnahme abgeben.

Mehr zum Thema
Leerverkäufe von Bankaktien auf AllzeittiefInvestoren vertrauen auf die Fed Ben Bernanke über die Finanzkrise„Es hätte Gefängnisstrafen geben sollen“ RegulierungFed will dickere Polster für Grossbanken