Goldman Sachs will 5-Tage-Woche für Jungbanker einführen

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Geordnete Arbeitszeiten und Nachtruhe waren bisher keine Arbeitsbedingungen mit denen sich die Finanzbranche brüsten konnte. Der Tod eines Praktikanten bei der Bank of America in London entfachte eine Diskussion um die widrigen Umstände.

Auch Goldman Sachs war die Erholung der Mitarbeiter nicht sonderlich wichtig. Die US-Großbank hatte bisher das Image, nach dem Motto „Wenn du da arbeitest, hast du kein Leben“ vorzugehen. Anfang September zeigte der Bankpersonalverband die Schweizer Filiale der Bank wegen Verletzung der von der EU vorgeschriebenen Arbeitszeiten-Regelungen an. Jetzt zieht die Bank ihre Konsequenzen und kündigt eine Änderung der Arbeitsbedingungen an. Das berichtet  „Wallstreet Journal“ auf seiner Webseite. Demnach kümmere sich ein Team um menschenwürdige Arbeitsbedingungen – zumindest für Jungbanker und Einsteiger. Diese sollen nun nur noch fünf Tage die Woche arbeiten.

Wie Shayndi Raice, Gründerin Wall Street Prep, im Interview mit dem „Wall Street Journal“ betont, gehe es Goldman Sachs bei diesen Maßnahmen außerdem darum, für Absolventen als attraktiver Arbeitgeber da zu stehen. Schließlich würden diese mittlerweile auch von vielen anderen Unternehmen, zum Beispiel aus der Technologiebranche, angeworben. Mit einem höheren Gehalt (mehr als 80.000 Dollar im Jahr) könnten die Banken nach der Finanzkrise nicht mehr locken.

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