Marc Faber in seinem Haus in Thailand

Marc Faber in seinem Haus in Thailand

Goldminenaktien sind extrem billig Marc Faber will Goldbestände aufstocken

Glaubt man den Voraussagen von Börsenexperten Marc Faber, so befindet sich die Welt derzeit in einem Bärenmarkt. Der Schweizer Fondsmanager, der mittlerweile in Thailand wohnt, ist berühmt für seine schillernden Prognosen, die einen kommenden Niedergang voraussehen.

Einige Male hat er damit schon Recht gehabt, so beim japanischen Börsencrash 1987 oder beim Platzen der Technologieblase im Jahr 2000. Auch aktuell bescheinigt er der Weltkonjunktur eine düstere Zukunft. In einem Interview mit der Presseagentur „Marcopolis“ sagt Marc Faber eine weltweite Rezession in den nächsten sechs bis zwölf Monate voraus. Vermutlich würden die Zentralbanken dann neues Geld in Umlauf bringen, wie sie es in solchen Situationen bisher immer getan hätten, vermutet Faber.

Als Absicherung gegen Krisen rät der Börsenexperte zu Investitionen in Gold. Er schließe zwar nicht aus, dass der Goldpreis noch weiter abrutschen könnte. Dagegen sei er allerdings durch diversifizierte Anlagen gewappnet, so Faber. In den vergangenen zwölf Monaten seien US-Anleihen und der starke Dollar eine gute Investition gewesen. Daneben halte er asiatische Aktien und Immobilien im Bestand.
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Doch Faber möchte auch seine Goldbestände aufstocken. Der gestiegene Dollar und der Preiseinbruch von Gold habe den Edelmetallanteil in seinem Portfolio von ehemals 25 Prozent auf aktuell 10 bis 15 Prozent sinken lassen. Daher wolle er in nächster Zeit Gold zukaufen, kündigte der Börsenguru im Interview an.    

Für stark unterbewertet hält Faber derzeit Minenaktien. Möglicherweise müsse eine der großen Minen-Gesellschaften demnächst Konkurs anmelden. Das könne dann den Wendepunkt für den schwächelnden Edelmetall-Markt bedeuten, so der Börsenexperte.

Einen Rat gibt der notorische Gold-Verfechter seinen Lesern und Zuschauern mit: „Ich würde sagen, dass jeder Mensch unbedingt einiges physische Gold besitzen sollte“, so Faber im Interview.

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