Wegen Corona Goldnachfrage sinkt um 14 Prozent

Einem aktuellen Bericht der Vereinigung World Gold Council zufolge ist die internationale Goldnachfrage im vergangenen Jahr auf den tiefsten seit der Finanzkrise gefallen. Demnach war 2020 das erste Jahr seit 2009, in dem die Nachfrage unter 4.000 Tonnen lag. Bezogen auf das Gesamtjahr schrumpfte der Goldmarkt im Vergleich zu 2019 um rund 14 Prozent, wie auch nachfolgende Grafik des Online-Portals Statista zeigt.

Besonders stark fiel die Nachfrage der Zentralbanken (-59 Prozent). Aber auch bei Goldschmuck (-33 Prozent) bewegte sich das Minus deutlich im zweistelligen Bereich. Dazu heißt es in der Pressemitteilung des World Gold Council: „Die Coronavirus-Pandemie mit ihren weitreichenden Auswirkungen war der treibende Faktor für die schwache Nachfrage der Verbraucher im Jahr 2020.“

Interessanterweise trieben die zunehmende Unsicherheit und die politische Reaktion auf die Pandemie die jährliche Investitionsnachfrage an, die im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 1.773,2 Tonnen anstieg. Der größte Teil des Wachstums bezog sich auf goldbesicherte Exchange Traded Funds (kurz: Gold-ETFs), wurde aber durch den Anstieg der Barren- und Münznachfrage in der zweiten Jahreshälfte gestützt. Das teilt das World Gold Council mit.

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