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Joe Foster, Portfoliomanager bei Vaneck | © Vaneck

Goldpreis im Aufwind Vorsatz für 2019 – Widerstand durchbrechen

Nach mehrmonatiger Konsolidierung bei 1.200,00 US-Dollar je Unze hat Gold unserer Ansicht nach einen neuen Positivtrend eingeschlagen und profitiert dabei von starken Zuflüssen bei goldbasierten Exchange Traded Products (ETPs). Anfang Dezember stieg, wie bei anderen Rohstoffen auch, der Preis von Gold, als die Präsidenten der USA und Chinas, Donald Trump und Xi Jinping, eine Pause im Handelskonflikt ihrer Länder ankündigten. Gold stieg in der Folge auf 6-Monats-Höchststände, nachdem die Federal Reserve (Fed) am 19. Dezember entschieden hatte, die Zinsen anzuheben. Aktienmarkt, Rohölpreise, Anleihekurse und Präsident Trump deuteten allesamt darauf hin, dass der Fed-Vorsitzende Jerome Powell einen großen Fehler begangen hatte, als er für 2019 weitere Zinserhöhungen andeutete. Auch wir teilen diese Meinung, sind jedoch der Auffassung, dass der eigentliche Fehler von Powells Amtsvorgängern begangen wurde, die viel zu lange mit einer Normalisierung der Geldpolitik gewartet haben. Nun muss die Fed die Zinsnormalisierung in einer späten Zyklusphase durchführen und gerät dabei massiv unter Zeitdruck.

Seit dem Börsenhoch am 21. September hat die Preisentwicklung bei Gold jene des Rohöls der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 42 Prozent übertroffen, während der NYSE Arca Gold Miners Index (GDMNTR) um 27 Prozent besser abgeschnitten hat als der S&P 500 Index. Die Märkte preisen für 2019 allmählich das Ende des Nachkrisenwachstums ein und die Entwicklungen bei Gold, US-Dollar und US-Treasuries deuten allesamt auf einen weltweiten Anstieg der Finanzrisiken hin. Im Verlauf des Monats Dezember hat Gold um 59,95 Dollar (4,9 Prozent) auf 1.282,45 Dollar je Unze zugelegt. Mit dem Goldpreis stiegen auch die Kurse der Goldaktien: Der GDMNTR verzeichnete ein Plus von 10,8 Prozent und der MVIS Global Junior Gold Miners Index (MVGDXJTR) legte um 13,1 Prozent zu.

Enttäuschende Gold-Entwicklung 2018 war in erster Linie auf die Stärke des Dollar zurückzuführen

Mit Ausnahme des Monats Dezember war es ein schwieriges Jahr für Gold und Goldaktien. Der US-Dollar entwickelte sich 2018 stärker als erwartet und war ein wesentlicher Grund für die schwache Goldentwicklung. Die US-Wirtschaft profitierte sehr von Steuersenkungen und Defizitfinanzierung der Trump-Regierung, was in einem starken Wachstum und geringer Arbeitslosigkeit zum Ausdruck kam. Zudem stieg der U.S. Dollar Index (DXY) um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Angesichts der boomenden Wirtschaft und Höchstständen an den Aktienmärkten war das Goldinteresse der Anleger gering.

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