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Grafik beweist All-in zahlt sich aus

Ist es günstiger, einen größeren Geldbetrag auf einmal zu investieren – oder sollte man ihn in viele kleine Einzelportionen stückeln und diese dann nach und nach anlegen? Wer mit dem sogenannten Cost-Averge-Effekt argumenitert, rät: Besser kleine Summen über einen längeren Zeitraum verteilen, dann investieren Anlegern in immer neuen Investmentumfeldern und laufen nicht Gefahr, zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt alles auf eine womöglich verlustreiche Karte zu setzen.

Den Cost-Average-Effekt haben allerdings mittlerweile schon viele Matheprofis entzaubert. Auch eine aktuelle Berechnung aus dem Hause HQ Trust kommt zu dem Ergebnis: Besser als eine Summe in viele kleine Portionen aufzuteilen ist es, sie auf einen Schlag anzulegen. Denn auf das noch nicht angelegte Geld gibt es selbstverständlich auch keine Erträge. So lacht am Ende der „All-in“-Anleger doch am besten.

Quelle: Thomson Reuters Datastream, HQ Trust

Für seine Analyse hat der Leiter Portfoliomanagement von HQ Trust, Marcel Müller, für die Jahre 1969 bis 2019 die Performance des MSCI World über zehn Jahre verglichen. Das Investment wurde dabei auf unterschiedlich viele Monate verteilt. Ergebnis: Bei einer Einmalanlage kann sich ein Anleger über ein durchschnittliches Jahresplus von 8,7 Prozent freuen. Streckt er das Investment über fünf Jahre, sind es lediglich noch 7,1 Prozent.

„Häufig verpasst man beim Warten auf den richtigen Einstiegszeitpunkt viel Rendite – das gilt derzeit besonders, da es für das geparkte Geld keine Zinsen gibt“, gibt Müller zu bedenken.

Allerdings dürfte die Frage nach Einmalanlage oder Streckung des Investments für viele Privatanleger keine Entweder-Oder-Entscheidung sein. Bei Sparplänen etwa wird Verbrauchern in Aussicht gestellt, auch ohne hohe Geldsumme in der Hinterhand Vermögen aufbauen zu können. Möglich wird das, indem ein Teil der laufenden Erträge regelmäßig zurückgelegt wird.  

Auch Müller mag die Idee von Sparplänen nicht verdammen – auch wenn Anlegern hier Rendite entgeht. Im Gegenteil: „Bei Sparplänen betreibt man kein Markttiming, sondern investiert seinen Betrag gleich und wartet nicht auf bessere Einstiegszeitpunkte“, argumentiert der HQ-Trust-Spezialist.

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