Grafik des Tages Können Ratings die Zukunft vorhersagen?
Dabei stellte Baird fest, dass sich US-Aktienfonds mit einem schlechten Rating zu Beginn der Periode (1 Stern) wesentlich besser entwickelten als 5-Sterne-Fonds (Grafik 1). Sie fuhren über die drei Jahre im Schnitt eine Rendite von 8,2 Prozent ein, während die 5-Sterne-Fonds lediglich 6,8 Prozent Rendite brachten. Aber nicht nur das, 5-Sterne-Fonds schneiden generell am schlechtesten ab. Auch Fonds mit zwei, drei oder vier Sternen brachten mehr Rendite. Hier deutet eine gute Performance in der Vergangenheit somit auf eine schlechtere Performance in der Zukunft hin.

Bei internationalen Aktienfonds hingegen stellte Baird keinen Zusammenhang zwischen der vergangenen und der künftigen Performance fest: 5-Sterne-Fonds (6,5 Prozent) und 1-Stern-Fonds (6,4 Prozent) liegen fast gleich auf (Grafik 2). Lediglich das Mittelfeld fällt im Vergleich ab. Fonds mit drei Sternen brachten demnach mit 6 Prozent am wenigsten Rendite. 4-Sterne-Fonds (6,3 Prozent) und 2-Sterne-Fonds (6,1 Prozent) lagen drüber.

Im Hinblick auf Anleihefonds stellte Baird jedoch einen positiven Zusammenhang fest. Hier liegen 5-Sterne-Fonds mit 4,8 Prozent Rendite deutlich vorn (Grafik 3). Gefolgt von 4-Sterne-Fonds mit 4,2 Prozent Rendite. Nur das hintere Feld zieht nicht ganz mit. Fonds mit drei und zwei Sternen reihen sich zwar noch brav in den Abwärtstrend der Rendite ein, aber die 1-Stern-Fonds ziehen dann mit den 3-Sterne-Fonds wieder gleich. Sie liegen damit aber immer noch einen ganzen Prozentpunkt hinter den Fonds, die Morningstar mit fünf Sternen bewertete.

Eine befriedigende Erkenntnis lässt sich für Investoren aus diesen Ergebnissen nicht ziehen. Außer vielleicht die, dass solche Ratings und die vergangene Performance Investoren ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln können. Denn die Zukunft lässt sich hieraus nicht ableiten.
Meistgelesen
Top-News