Allan Greenspan Foto: Getty Images

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Greenspan kündigt den Untergang des Euros an

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Am Dienstag verkündete Greenspan in einer Keynote bei einer Konferenz in Washington das Ende des Euro und gab auf diese Weise der allgemeinen Verunsicherung der Anleger neue Nahrung. Nach Meinung des 85-Jährigen hätte der Zusammenbruch des Euro verheerende Folgen für das Europäische Bankensystem. Zudem bezeichnet der Notenbanker in einer Fragerunde die Sicherheiten der europäischen Banken als „fragwürdig“, so das „Handelsblatt“.

Damit nicht genug prophezeit Greenspan den US-Unternehmen Gewinneinbrüche und sinkende Aktienkurse. Die amerikanischen Börsen reagierten prompt: Es kam zu kleinen Kursabfällen, die jedoch im Laufe des Tages wieder ausgeglichen werden konnten. Der Dow Jones schloss schließlich mit einem Plus von 3 Prozent.

Nach der Einschätzung zahlreicher Händler hatten auch der Euro und die europäischen Börsen unter Greenspans Voraussagen zu leiden. Die Gemeinschaftswährung fiel in der Folge zeitweise unter 1,44 Dollar. Das zeigt, „wie nervös die Märkte derzeit sind“, sagt ein Devisenhändler aus Frankfurt im Gespräch mit dem „Handelsblatt“.
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Schon in der letzten Woche hatte der Großinvestor George Soros in einem Interview mit der Schweizer Zeitung „L’Hebdo“ vor einem Zusammenbruch des Euro gewarnt und als Folge sogar über eine neuerliche Weltwirtschaftskrise spekuliert. Deutschland müsse als Europas größte Volkswirtschaft den Ton angeben und der Eurozone „ihre Lösung diktieren“.

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