Gregor Trachsel & Co. Diese Value-Manager gehen jetzt in Rohstoffe

Traut sich in die Rohstoffe: Gregor Trachsel, Manager des CS (Lux) Global Value Equity

Traut sich in die Rohstoffe: Gregor Trachsel, Manager des CS (Lux) Global Value Equity

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Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie - das ist eine Binsenweisheit. Eine weitere Binsenweisheit ist: Wenn man der Konsensmeinung flogt und sich irrt, hat das weniger Konsequenzen für die Karriere, als wenn man als Einziger mit seinen Ansichten falsch liegt. Das trifft wohl auch auf Value-Fonds-Manager zu. Wie sonst könnte man sich ihre Zurückhaltung bei Rohstoffen erklären? 

Denn der Rohstoff-Markt stellt für Value-Investoren derzeit das perfekte Umfeld dar. Davon ist Stephan Schrödl, der bei Fondsconsult Research die Selektion von Investmentfonds verantwortet, überzeugt. Überangebot, schwächelnde Nachfrage, Fortschritte in Iran: Der Ausverkauf im Energie-Rohstoff-Sektor ist voll im Gange. Das bedeutet eine Menge Schnäppchen für Manager, deren Strategie darin besteht, gute, aber vom Markt unterschätzte Anlagen günstig einzukaufen und auf deren Wertsteigerung zu setzen.

Gregor Trachsel und David Iben trauen sich in Rohstoffe

Doch nur die wenigsten Value-Fonds-Manager tun das, schreibt Schrödl in einem Beitrag für das Online-Portal Fundresearch.de. Zu den Mutigen im Rohstoffbereich zählen laut dem Fondsexperten Gregor Trachsel, Manager des CS (Lux) Global Value Equity (WKN: 796586) und David Iben, der den Heptagon Kopernik Global All-Cap verwaltet (WKN A1XFZ6). „Beide Fonds weisen schon seit längerer Zeit ein Exposure von über 20 Prozent in dem Sektor auf und haben dieses trotz der schwachen Wertentwicklung gehalten beziehungsweise sogar ausgebaut“, schreibt Schrödl. 

Zudem hat nach Schrödls Informationen das Management-Team des Fonds Keppler Lingohr Global Equity (WKN: A0JDCH) die Rohstoff-Gewichtung in den vergangenen 12 Monaten um fast 50 Prozent erhöht. Auch Chris-Tommy Simonsen, Manager des Skagen Global (A0DLFA) hat seine Gewichtung auf fast 13 Prozent deutlich ausgebaut.