Griechenland

Investment-Profis rechnen mit Grexit und Insolvenz

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Mit 73,7 Prozent geht die überwiegende Mehrheit der Investment-Profis in Deutschland davon aus, dass Griechenland zahlungsunfähig werden wird. Das ist das Ergebnis der DVFA-Freitagsfrage. Immerhin für möglich halten dieses Szenario 21,2 Prozent, nur 5,1 Prozent der befragten Experten schätzen eine Staatspleite Griechenlands als unwahrscheinlich ein.

Auch den „Grexit“ hält die Mehrheit der Befragten für realistisch. Insgesamt 52,5 Prozent schätzen den Austritt Griechenlands aus dem Euro als wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich ein. Für möglich halten den „Grexit“ 27,7 Prozent, für unwahrscheinlich halten ihn 19,7 Prozent.

Im Falle einer Insolvenz beziehungsweise eines „Grexit“ erwarten die Investment-Spezialisten schwerwiegendere Konsequenzen für Griechenland als für die Europäische Union: Schwere Verwerfungen in Griechenland befürchten 58,4 Prozent der Befragten. Eine nachhaltige Schädigung des Vertrauens in der Euro-Zone sieht hingegen nur rund jeder Zehnte (Insolvenz – 10,9 Prozent, „Grexit“ – 9,5 Prozent). 

Eine Insolvenz Griechenlands wäre für die Europäische Union zwar fiskalisch teuer, aber letztendlich zu bewältigen, sagen 51,1 Prozent. Im Falle eines Austritts Griechenlands aus dem Euro sehen 43,1 Prozent sogar die Chance, dass dies Klarheit schaffe und dadurch Märkte, Währung und Wirtschaft beflügele. Positive Auswirkungen eines „Grexit“ für Griechenland selbst sehen nur 30,7 Prozent. 

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