Griechenlands Schuldenkrise

Tsipras will „Missverständnisse“ mit Euroraum ausräumen

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Nahezu gleichzeitig mit der Rückzahlung von rund 350 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds erklärte Tsipras am Freitag vor Reportern in Brüssel, Griechenland habe bereits damit begonnen, die Bedingungen für die Freigabe weiterer Hilfsgelder zu erfüllen. Er erwarte, dass auch der Euroraum seinen Teil beitrage.

"Wir werden alle diese Missverständnisse ausräumen”, sagte Tsipras vor einem Treffen mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker. Das griechische Volk müsse eine “Hoffnungsbotschaft” hören.

Während Griechenland offenbar jeden Moment das Geld ausgehen kann, verhandeln Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis mit dem Euroraum über die Freigabe weiterer Mittel aus den Rettungspaket im Umfang von 240 Milliarden Euro. Die griechische Schuldenverwaltung habe für Freitag die Überweisung einer Zahlung an den IWF angeordnet, sagte Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis in einem Telefonat.

Die nächste finanzielle Hürde muss Athen am 20. März nehmen. An diesem Tag ist eine weitere Rückzahlung in Höhe von 346 Millionen Euro an den IWF fällig; gleichzeitig müssen Schatzanweisungen im Volumen von 1,6 Millionen Euro refinanziert werden. In Brüssel tagt an diesem Datum ein EU-Gipfel, an dem Tsipras und seine deutsche Amtskollegin Angela Merkel teilnehmen.

Kommissionspräsident Juncker brachte die Überzeugung zum Ausdruck, dass Griechenland eine Einigung mit seinen Partnern im Euroraum erreichen wird.

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