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Großes Interview mit Mobius-Capital-Teilhaber „Das ist so unfassbar günstig, das ist doch ein Witz“

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Das macht heute jeder.

von Hardenberg: Sie haben insofern recht, als dass ESG ist ein völlig überstrapazierter Begriff ist, mit dem man sich gern schmückt. Für uns gehört es zum Risikomanagement, ESG ernst zu nehmen. Firmen mit guter Unternehmensführung, die auf die Umwelt und soziale Themen achten, laufen weniger Risiko, in Skandale verwickelt zu werden, Strafen zahlen zu müssen oder sozialen Problemen gegenüberzustehen. Gerade in den Schwellenländermärkten ist das Potenzial für ESG-Verbesserungen sehr hoch. Hinzu kommt, dass viele Investoren immer stärker auf diese Komponente achten, wenn sie investieren. Es fließt immer mehr Geld in ESG Investments.

2 Milliarden Euro sind zu viel für 25 bis 35 Nebenwerte.

von Hardenberg: Überhaupt nicht. Wir haben das durchgerechnet. Wir können unser geplantes Portfolio von 30 Aktien mit nur einer Ausnahme ohne Liquiditätsprobleme auf 2 Milliarden Euro hochfahren.

Und wer mehr Geld in einzelnen Firmen hat, wird dort auch eher gehört.

von Hardenberg: Das ist gar nicht nötig. Wir arbeiten mit den Unternehmen schon deutlich länger zusammen, als es unseren Fonds und sogar unsere Firma gibt.

Aber Geld erzeugt besseren Druck.

von Hardenberg: Der Druck entsteht, indem man den Unternehmen erklärt, dass es in ihrem eigenen Interesse ist, Änderungen umzusetzen. Und er entsteht auch dann, wenn Mark Mobius dort anruft. Er sitzt im Aufsichtsrat der Weltbank und im Beraterteam der International Finance Corporation, IFC, und kennt Gott und die Welt. Er ist in diesen Ländern eine extrem prominente Person.

Mobius ist nicht mehr der Jüngste und lebt nicht ewig.

von Hardenberg: Zum einen ist er topfit, zum anderen ist Mobius Capital Partners ein gemeinsames Venture von drei Partnern, Mark, Greg und mir selbst. Wir haben im vergangenen Jahr ein sehr erfahrenes und hochmotiviertes Team von zehn echten Profis zusammengestellt, die mit uns gemeinsam das Unternehmen vorantreiben.

Mobius hatte bei Franklin Templeton den Hightech-Trend verschlafen. Wird das jetzt besser?

von Hardenberg: Als ich damals seine Fonds übernommen hatte, hatten wir sie kurz darauf schon mit Marks Segen in Richtung Technologie umgebaut. Wir haben unsere Aktienanalyse auf diese Werte neu eingestellt – und die Wertentwicklung wurde umgehend besser.

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