Grundsteuerreform, Mietendeckel & Co. Was ändert sich für Immobilienbesitzer?

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Dieses solle die Wertermittlung komplizierter machen, da für die Grundsteuer-Berechnung folgende Dinge einbezogen werden müssen:

  • Grundstücksfläche
  • Gebäudeart
  • Gebäudealter (tatsächliches Baujahr)
  • Bodenrichtwert
  • Nettokaltmiete (statistisch ermittelt)

Michelbach ist der Ansicht, dass das Flächenmodell von Bayern ein Vorbild sein könne, wohingegen das Modell der großen Koalition viel zu bürokratisch sei und zudem eine Sackgasse.

Immobilienbranche bevorzugt das Flächenmodell

Als einfacher und bürokratieärmer gilt das Flächenmodell, welches auch von der Immobilienbranche bevorzugt wird. Die Länder werden nun von Axel Gedaschko, GdW-Präsident, aufgefordert, sich einheitlich auf ein unbürokratisches sowie einfaches Flächenverfahren als Alternative zu einigen.

Bis 2025 findet eine Übergangsphase statt. Gegebenenfalls wird die Steuermesszahl nochmals evaluiert sowie angepasst, abhängig der tatsächlichen Berechnungen. Die Grundstücke müssen bis zum 01.01.2022 neu bewertet werden, im Anschluss daran alle sieben Jahre. Die neu berechnete Grundsteuer wird dann zum ersten Mal im Jahr 2025 fällig.

Wissenswert: Am 8. November 2019 beschäftigt sich der Bundesrat mit den drei Gesetzesentwürfen. Bis Ende 2019 muss eine neue Regelung zur Grundsteuer vorliegen, sonst würde diese Steuer ab dem Jahr 2020 komplett wegfallen. Das würde etwa 14 Milliarden Euro jährliche Verluste für die Kommunen ausmachen.

Wissenswertes für die Steuererklärung

Betroffen sind von der zukünftig neuen Berechnung der Grundsteuer auch Steuerberater. Die Berechnung würde künftig in drei Schritten erfolgen.

  • Wert
  • Steuermesszahl
  • Hebesatz

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