Herbstwald in Deutschland: Die mit dem Siegel ausgezeichneten Fonds orientieren sich an Nachhaltigkeitsstandards, darunter Umweltschutz. | © Getty Images

Gütesiegel

Verband kürt nachhaltige Fonds

Um das Gütesiegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) haben sich in diesem Jahr 105 Fonds beworben – 60 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz tätige Fachverband mitteilte. Mit einer Ausnahme erhielten alle Bewerber das Nachhaltigkeitssiegel, heißt es von FNG.

Die ausgezeichneten Fonds stammen von 47 Anbietern aus 12 Ländern und verwalten ein Vermögen von etwa 30 Milliarden Euro. Mit drei Sternen erhalten 37 Fonds das Siegel in der höchsten Stufe.

Das FNG-Siegel beruht laut dem Verband auf Mindeststandards, die sich an UN-Kriterien orientieren. Aspekte sind Transparenz, die Berücksichtigung von Arbeits- und Menschenrechten, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Tabu sind demnach Investitionen in Atomkraft, Kohlebergbau, Kohleverstromung, Fracking, Ölsande sowie Waffen und Rüstung. Neben der Analyse der einzelnen Portfolios müssen die Fondsgesellschaften Fragen zu ihrem Investitionsprozess beantworten.

Der Fachverband FNG hat 190 Mitglieder. Für die Koordination, Vergabe und die Vermarktung des Siegels ist die FNG-Tochter Qualitätssicherungsgesellschaft Nachhaltiger Geldanlagen (QNG) zuständig. Die Befragung wird von der Universität Hamburg durchgeführt. Eine Liste der ausgezeichneten Fonds ist auf der FNG-Website zu finden.

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