Headhunter zu Karrierechancen auf dem Fondsmarkt „Passive Produkte, Robo-Advisors und Nachhaltigkeit sind die 3 großen Trends“
Wie entwickeln sich die Gehälter im Vertrieb und im Portfoliomanagement?
Die Gesamtvergütungen im Vertrieb – Wholesale wie institutionell – bewegen sich seit Jahren in stabilen Bandbreiten. Die Grundgehälter sind zuletzt leicht gestiegen, zulasten der Boni. Diese werden fast immer diskretionär gezahlt, regelbasierte Modelle sehen wir nur noch vereinzelt.
Es kommt immer mal wieder vor, dass Klienten und Kandidaten sich bezüglich des Gehalts nicht einigen können. Dabei scheitert es meist nicht an der Gesamtvergütung, sondern an der Aufteilung von Basisgehalt zu Bonus. Seit der Finanzkrise sehen wir bei vielen ein höheres Sicherheitsbedürfnis. Damit einher geht, dass Kandidaten bei einem Wechsel verstärkt auf Grundgehalt und garantierte Leistungen schauen.
Macht sich der Brexit bei Ihrer Arbeit bereits bemerkbar?
Weltweit unterhalten wir mehr als 100 Büros, das heißt, wir sind seit zwei Jahren in allen betroffenen Ländern mit unseren Klienten im Austausch zum Thema Brexit. Die meisten Gesellschaften haben ihre Hausaufgaben gemacht und Umsetzungspläne und Strategien definiert, um zeitnah nach der politischen Entscheidung aktiv werden zu können. Stand heute bewegt sich die Zahl der durch Brexit bezogenen Mandate bei uns noch im niedrigen zweistelligen Bereich.
Welche Jobprofile sind im Vertrieb heutzutage mehr gefragt als noch vor drei oder vier Jahren?
Regulatives Wissen ist die Grundvoraussetzung, um im institutionellen Vertrieb erfolgreich sein zu können. Gesucht werden verstärkt Kandidaten, die ganzheitlich und vorausschauend beraten können und Kunden auf künftige Bedarfe aufmerksam machen, noch bevor diese entstehen.
Im Wholesale-Vertrieb werden verstärkt Kandidaten rekrutiert, die näher am Produkt- oder Portfoliomanagement sind, da hier oft eine höhere Beratungskompetenz vermutet wird als im Vertrieb.



