Headhunter zu Karrierechancen auf dem Fondsmarkt „Passive Produkte, Robo-Advisors und Nachhaltigkeit sind die 3 großen Trends“
Und wie sieht es im Portfoliomanagement aus? Was müssen Kandidaten da heutzutage mitbringen?
Im Portfoliomanagement sind aktuell Nachhaltigkeitsexperten die gefragtesten Profile. Da Asset-Klassen nicht immer trennscharf definiert sind, bevorzugen die meisten kleinen und mittleren Fondsgesellschaften hier Portfoliomanager mit etwas breiteren Erfahrungen. Bei großen Gesellschaften sind die Profile eindeutig definiert. Entsprechend dem Produkt-Portfolio werden verstärkt Spezialisten gesucht.
Stehen im Portfoliomanagement eher die Stars der Branche im Fokus oder setzen die Fondshäuser stärker auf Team-Ansätze?
Der Trend geht, insbesondere bei den größeren Häusern, ganz klar hin zum Team-Ansatz. Nicht zuletzt, um bei Abgängen prominenter Portfoliomanager nicht zu anfällig für Mittel-Abflüsse zu sein. Boutiquen, in denen häufig der Gründer oder Vorstand selbst die Anlagen managt, werden auch künftig mit dem Starmanager-Ansatz werben.
Ist es üblich, dass Vertriebsmitarbeiter zwischen aktiver und passiver Produktseite wechseln?
Es gab einige diese Wechsel in der Vergangenheit, insbesondere von der aktiven auf die passive Seite, da dort die Nachfrage nach Personal kontinuierlich gestiegen ist und der passive „Talentpool“ lange Zeit relativ überschaubar war. Theoretisch können talentierte Vertriebsleute beide Philosophien bespielen. Jedoch sollten Vertriebsmitarbeiter sich ihrer Motivation klar sein. Und die alles entscheidende Frage ist meines Erachtens, wie man diesen Wechsel nachvollziehbar gegenüber den eigenen Kunden begründet ohne dabei an Glaubwürdigkeit einzubüßen.



