Hedge-Fonds fürchten Regeln für Kursberechnung

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Hedge-Fonds-Manager sorgen sich um die Bewertung ihrer Wertpapiere: Sie fürchten, dass Aufsichtsbehörden einheitliche Maßstäbe dafür aufstellen könnten. Das zeigt eine Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young unter 100 großen Hedge-Fonds. Demnach sind 64 Prozent der Befragten besorgt oder sehr besorgt, dass Behörden einheitliche Regeln für die Berechnung von Wertpapierkursen aufstellen könnten.

Hedge-Fonds-Manager investieren auch in Wertpapiere, die selten gehandelt werden. Daher stellen Banken für diese Papiere keine offiziellen Preise fest. Um dennoch Anteilswerte ausweisen zu können, dürfen die Manager die Kurse selbst berechnen – bislang ohne einheitliche Regeln.

„Es gibt Befürchtungen, dass die Behörden Regeln aufstellen, mit denen sich das Risiko der Papiere nicht angemessen bewerten lässt oder dass sie im Alltag nur mühsam anwendbar sind“, sagt Julian Young von Ernst & Young.

Die US-Aufsichtsbehörde SEC hat in den vergangenen Jahren mehrere Hedge-Fonds-Manager wegen angeblich falscher Wertpapierkurse verklagt. 

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