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Hedge-Fonds: Höchste Verluste seit der Jahrtausendwende

Quelle: Fotolia
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Noch unerfreulicher ist die Lage auf dem für Investitionen offenen Hedge-Fonds-Markt. Die dort vertretenen Fonds büßten dem Greenwich Investable HF Index zu Folge rund 18 Prozent ein. Im Vergleich zu den Aktienmärkten fallen die Hedge-Fonds-Ergebnisse jedoch noch moderat aus. So schloss der S&P 500-Index das Jahr mit einem Minus von 37 Prozent ab. Der Welt-Aktien-Index MSCI Welt verlor sogar rund 42 Prozent.

Die mit den einzelnen Strategien erzielten Ergebnisse fallen indes sehr unterschiedlich aus. Die größten Verlierer sind dabei Fonds, die auf die Convertible Arbitrage-Strategie setzen. Diese Strategie spekuliert auf Preisunterschiede zwischen Wandelanleihen und Aktien, wobei beispielsweise unterbewertete Wandelanleihen gekauft und im Gegenzug höher bewertete Aktien verkauft werden.

Große Verluste haben auch Hedge-Fonds-Manager eingefahren, die schwerpunktmäßig in den Schwellenländern aktiv waren. Da es in vielen Schwellenländern keine Instrumente gibt, mit denen sich auf fallende Kurse spekulieren ließe, wird bei dieser Strategieform häufig nur auf steigende Kurse gesetzt. Kein Wunder also, dass angesichts der weltweit einbrechenden Märkte der Index der auf Aktien und Anleihen aus den Schwellenländern ausgerichteten Hedge-Fonds bei einem Minus von 36,5 Prozent liegt.

Am besten haben 2008 Manager abgeschnitten, die auf fallende Aktienkurse spekulierten: Short Seller schlossen das Jahr mit einem Plus von rund 30 Prozent. Daneben gehören auch Managed-Futures-Fonds, die Trends folgen und sich dabei fast vollkommen unabhängig von den Aktienmärkten entwickeln, zu den Gewinnern. Sie schlossen das Jahr mit einem Plus von rund 20 Prozent ab.
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