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Aktualisiert am 27.01.2020 - 15:29 Uhrin Alternative InvestmentsLesedauer: 2 Minuten

"Hedge-Fonds sollten für alle offen sein"

Ken Kinsey-Quick, Thames River
Ken Kinsey-Quick, Thames River

Das sagte der Manager des Thames River Warrior gegenüber dem britischen Branchendienst „Trustnet“. Es könne nicht angehen, dass jeder über seinen Berater risikoreiche Branchenfonds kaufen könne, aber nicht in Hedge-Fonds und Hedge-Dachfonds investieren dürfe. „Das muss sich alles ändern. Hedge-Fonds sollten für alle offen sein.“

Für einen Schritt in die richtige Richtung hält Kinsey-Quick eine schärfere Regulierung der Branche. „Es wird unser Leben nicht verändern, also warum sollte man sie nicht voranbringen“, sagt er. Es gebe ohnehin eine Annäherung zwischen klassischen Investmentfonds und Hedge-Fonds-Produkten.

Durch die EU-Richtlinie Ucits III ließen sich schon heute viele Hedge-Fonds-Strategien in Publikumsfonds umsetzen. „Vielleicht werden sie die Regeln noch ein wenig weiter lockern, sodass Hedge-Fonds ihre Strategien etwas freier in Ucits-Strukturen umsetzen können“, kommentiert er die aktuellen Regulierungsbemühungen. Dann würden voraussichtlich alle Hedge-Fonds als Ucits-III-Fonds aufgelegt und könnten von Privatanlegern gekauft werden.

Bislang dürfen Hedge-Fonds in Großbritannien keine Anteile an Privatanleger verkaufen. In Deutschland ist seit 2003 zwar der öffentliche Vertrieb von Hedge-Dachfonds, nicht aber der von Einzelfonds erlaubt.

Kinsey-Quick hat mit seinem Warrior Fund in den vergangenen fünf Jahren ein Plus von knapp 39 Prozent erwirtschaftet, das entspricht einer jährlichen Rendite von 6,7 Prozent. Im vergangenen Jahr konnte er sich dem Abwärtstrend indes nicht entziehen und landete 15,6 Prozent im Minus. Der offensivere Warrior II verlor 18,4 Prozent. Deutsche Anleger sind über Nomura-Zertifikate in den Fonds investiert.

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