Hin und her macht Taschen leer

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Wenn vom kommenden Jahr an Aktien oder Fondsanteile, die nicht aus Altbeständen vor dem Jahreswechsel stammen, verkauft werden, schlägt der Fiskus zu. Für Anleger könnte das ein Grund mehr sein, die Geldanlage nicht regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Die Finanzbranche fürchtet diese Lethargie. Banken und Fondsanbieter rechnen mit sinkenden Einnahmen nach der erwarteten Jahresendrallye. Denn wie schon zuvor beim Stichtag für die Steuerfreiheit von Lebensversicherungen werden sich die Finanzberater bemühen, so viele Verträge wie möglich abzuschließen. Ob die anschließend erwartete Zurückhaltung der Anleger positiv oder negativ aufs Vermögen wirkt, ist offen. Schließlich ist ein Sparer, der seit 30 Jahren konsequent auf den Dax setzt, trotz aller Krisen nicht so schlecht gefahren. Schließlich weiß auch die Börsenweisheit „Hin und her macht Taschen leer“, wie sich hektisches Treiben auswirkt. Bei allen Sorgen wird sich auch die Finanzbranche nicht grämen müssen. Anleger wachsen nach. Das Neukundengeschäft wird weiter Umsätze und Prämien bringen.