Lesedauer: 2 Minuten

Hochschule WHU weitet Forschung zu Family Offices aus

Junior-Professorin Carolin Decker, WHU
Junior-Professorin Carolin Decker, WHU
Professor Carolin Decker übernimmt die neue Professur, die im Lehrstuhl für Familienunternehmen der WHU angesiedelt ist. Die Hochschule gilt als Pionier in der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Feld.

Bislang wissenschaftlich kaum erforscht

Das Spannende am Forschungsgegenstand Family Office ist für Carolin Decker unter anderem der Schnittstellencharakter: „Family Officers sind Netzwerker, die nicht nur Finanzplanung und Finanzverwaltung für Unternehmerfamilien machen, sondern Experten verschiedenster Bereiche zusammenbringen – bisher wissen wir faktisch nichts darüber, wie ihre Arbeit im Detail funktioniert“, so die Junior-Professorin.

Viele Family Offices entstünden aus Familienunternehmen, deswegen sei Wissen und angewandte Forschung aus diesem Bereich unabdingbar. „Die Einbindung hier ist optimal, denn das Thema Family Office ist auch sehr anlageorientiert, weswegen die übergreifende Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Finanzwirtschaft unter der Leitung von Professor Markus Rudolf sehr wichtig ist“, so Decker. Das sei in dieser Kombination weltweit einmalig.

Top-Kontakte in die Branche

Dass in dieser Hinsicht bislang wenig geforscht wurde, liegt nach Aussage von Decker auch daran, dass die Daten zur Arbeit von Family Offices kaum öffentlich zugänglich sind. Die WHU verfüge jedoch über Sponsoren mit entsprechenden Kontakten und Zugängen, die essenziell für die Grundlagenforschung seien.

Das Projekt wird von mehreren Förderern unterstützt. Dazu zählen die Deutsche Bank AG, das Henkel Family Office, die Brose Trust AG, die Five Minds Financial Partnership GmbH, die Oppenheim Vermögenstreuhand GmbH sowie die die 6S Capital AG.


Mehr zum Thema
Family Offices: Liebesentzug mit Einstecktuch
Steuerhinterziehung: Family Office erwartet mehr Selbstanzeigen
Müssen vermögende Familien Angst vorm Staat haben?