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Höhenangst: Vermögensberater setzen auf Reverse-Bonus-Zertifikate

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Die Wirtschaft kollabiert und die Börsen jubeln. Während zahlreiche Wirtschaftsinstitute und Banken in den letzten Monaten ihre Konjunkturprognosen weiter nach unten korrigiert haben, brachen die Aktienmärkte rund um den Globus zu einer fulminanten Klettertour auf. So entfernte sich der Dax von seiner Talsohle Anfang März dieses Jahres um 40 Prozent nach oben. Licht am Ende des Tunnels Zurückzuführen ist die Rally wohl auf die Hoffnung – die teilweise auch durch die ein oder andere Prognose untermauert ist –, dass der nächste Aufschwung nun doch nicht mehr all zu lange auf sich warten lässt. In Europa soll es laut Zentralbank ab Mitte 2010 wieder bergauf gehen. Die globale Wirtschaftleistung soll nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds 2010 gar um 2,4 Prozent zulegen. Die Börsenprofis teilen sich aktuell in zwei Lager: Die einen deuten den Aufwärtstrend der letzten Wochen als klassische Bärenmarkt-Rally, auf die in nicht allzu ferner Zukunft ein erneuter kräftiger Rückschlag folgen wird („Wir erleben eine klassische Bärenmarkt-Rally“). Die anderen vergeben dem Aktienmarkt trotz des jüngsten Anstiegs immer noch das Prädikat „billig“ und sehen mittel- bis langfristig eine günstige Einstiegsgelegenheit („Der Bullenmarkt hat begonnen“). Finanzberater setzen auf Ende der Börsenrally Nicht so die Finanzprofis, die der Vermögensberaterplattform der DAB Bank angeschlossen sind: Für sie ist die Luft für den Dax in den letzen Wochen sehr dünn geworden. Sie kauften im vergangenen Monat für die von ihnen betreuten Depots die zu dieser Meinung passenden Zertifikate. Drei Reverse-Bonus-Papiere belegen in der Mai-Absatzstatistik der Direktbank die ersten Plätze. >> die meistverkauften Zertifikate der DAB Bank   Reverse-Bonus-Zertifikate funktionieren umgekehrt wie klassische Bonuszertifikate. Am Ende der Laufzeit stellen sie eine Bonuszahlung in Aussicht, wenn der Basiswert eine zur Emission festgelegte Kursschwelle, die sich über dem Startwert befindet nicht überschreitet. Passiert dies doch, drohen empfindliche Kursverluste. Notiert der Basiswert zur Fälligkeit unter der Bonusschwelle, die sich bei Reverse-Papieren unter dem Startwert befindet, werden die prozentualen Verluste als zusätzliche Gewinne auf die Bonuszahlung aufgeschlagen. Die Favoriten der Anlageprofis: Börsenparty verboten Bei einem der im Mai von den Anlageprofis bevorzugten Zertifikate (WKN BN3F60) vom Emittenten BNP Paribas hat sich der Dax mittlerweile bedrohlich nahe an die obere Barriere angeschlichen. Um die Chance auf die Bonuszahlung zu erhalten, darf der Index während der kommenden rund sechs Monate bis zum 18. Dezember 2009 vom heutigen Niveau aus nicht mehr als knapp 13,5 Prozent zulegen. Hält die Barriere bei 5.770 Punkten, werden 53,1 Euro ausbezahlt. Bei einem aktuellen Kurs von 41,1 Euro errechnet sich eine Rendite von 29,1 Prozent beziehungsweise über 55 Prozent pro Jahr. Die anderen beiden umgekehrten Bonuspapiere sind mit nicht ganz so heißer Nadel gestrickt. Das Produkt der Commerzbank (WKN CM1JKA) stellt eine Rückzahlung von 116 Euro in Aussicht, wenn sich der Dax bis zur Fälligkeit am 17. September 2009 nicht ein einziges Mal über die Barriere bei 6.000 Punkten hinauswagt. Hierfür braucht es einen Indexanstieg von weiteren knapp 17,5 Prozent. Bleibt der Höhenflug aus, erzielen Anleger in den nächsten drei Monaten eine Bonusrendite von rund 3,9 Prozent – das sind aufs Jahr gerechnet über 16,5 Prozent. Beim dritten Produkt der Top-Seller-Liste (WKN BN3F6Y) liegt die magische Kursobergrenze zwar noch fünf Punkte höher bei 6.005, dafür wird das Zertifikat aber ebenso so wie das erste Produkt erst am 18. Dezember fällig. Es winken rund 18,3 Prozent Gewinn, wenn die Barriere unberührt bleibt – das sind über 33,5 Prozent pro Jahr. Für sicherheitsorientierte Anleger sind die drei meistverkauften Zertifikate der Vermögensberaterplattform der DAB Bank nicht geeignet. Risikofreudige Bären können sich die beiden Reverse-Bonus-Zertifikate mit Barrieren bei 6.000 bzw. 6.005 Punkten genauer ansehen. Das Papier von BNP Paribas mit einer Restlaufzeit von gut drei Monaten ist etwas sicherer, verspricht gleichzeitig aber auch eine geringere Rendite. 

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