Hoffnung für den Goldpreis

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Nach dem Ausverkauf in den letzten Monaten konnten sich die Edelmetallpreise stabilisieren und sogar wieder Kursgewinne erzielen. Gold brachte es im Vergleich zum Juni auf ein sattes Plus von 7,2 Prozent und schloss mit einem Kurs von 1.323 US-Dollar pro Unze ab. Nach den teilweise beispiellosen Übertreibungen an den Märkten, ist das die längst überfällige Korrektur.

Insbesondere hat der Goldpreis durch die Manipulationen am Terminmarkt, wie etwa am Pfingstmontag, gelitten. Ob das schon die Trendwende war, muss nun abgewartet werden. Die Unterbewertung Ende Juni war so signifikant übertrieben, dass die Erholung des Goldpreises noch weitergehen sollte. Hinzu kommt, dass August und September traditionell gute Monate für das gelbe Metall sind.

Ein weiterer Aspekt sind auch erste Goldminenschließungen. Durch den diesjährigen Kursrutsch sind viele Minen unrentabel geworden und es sind schon erste Schließungen für das nächste Jahr geplant. Mittelfristig kann die Goldproduktion bis zu 5 Prozent fallen, falls der Goldpreis nicht in kurzer Zeit wieder ansteigt. Dies sollte eine weitere Kurssteigerung zur Folge haben. Silber konnte im Schatten des großen Bruders zum Monatsende bis an die 20-Dollar-Marke pro Unze klettern und schloss mit einem Plus von 3,3 Prozent ab.

Auch Platin und Palladium konnten ihre Schwächephase überwinden und erhebliche Kursgewinne erzielen. Platin ist weiterhin teurer als Gold und erreichte mit einem Schlusskurs von 1.437 US-Dollar pro Unze einen Gewinn von 7,1 Prozent. Noch besser lief es für Palladium. Mit einem Plus von 10,6 Prozent war das Metall Monatssieger unter allen Edelmetallen. Grund dafür sind insbesondere die Produktionsausfälle in Südafrika im bisherigen Jahresverlauf.

Vor allem die Aktien der Minengesellschaften konnten vom ansteigenden Goldpreis profitieren und legten im letzten Monat um rund 20 Prozent zu. Interessanterweise sind die Silberaktien mitgestiegen, obwohl der Silberpreis keine bemerkenswerte Steigerung vorzuweisen hatte. Nach dem Ausverkauf scheinen sich die Anleger wieder mit dem weißen Metall eindecken zu wollen.

Als Folge davon, konnten die beiden Fonds Stabilitas Silber+Weißmetalle (WKN: A0KFA1) und Stabilitas Pacific Gold+Metals (A0ML6U) seit längerer Zeit wieder ordentliche Mittelzuflüsse verzeichnen. Vieles deutet darauf hin, dass Anleger versuchen noch zu diesen niedrigen Kursen einzusteigen, um bei einer möglichen Trendwende sofort mit dabei zu sein.

Basismetalle befinden sich weiterhin in einer Seitwärtsbewegung. Sowohl Kupfer (+1,5 Prozent) und Blei (+1,9 Prozent) als auch Zink (+ 1,8 Prozent) und Aluminium (+2,2 Prozent) konnten den Monat positiv abschließen. Bei den Basismetallen scheint der Abwärtstrend gestoppt, es gibt sogar Anzeichen für eine Bodenbildung. Die unsichere Konjunkturlage in China ist weiterhin belastend, dennoch sollten fünf Prozent Wirtschaftswachstum ausreichen, um die Basismetalle in eine sichere Seitwärtsbewegung zu führen.

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