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Honorarberater: VDH geht gegen Konkurrenz vor

Honorarberater: VDH geht gegen Konkurrenz vor
Der Verbund Deutscher Honorarberater (VDH) hat juristische Schritte gegen einen neuen Berufsverband mit ähnlicher Zielgruppe eingeleitet: Juristen prüfen im Auftrag des VDH die Rechtmäßigkeit des Vereinsnamens „Bundesverband zertifizierter Honorarberater für Finanzen“ (BZHF). Der VDH will verhindern, dass die eigene Berufsbezeichnung Registrierter Honorarberater VDH mit einem Titel des BZHF verwechselt werden kann.

„Wir vermuten den Versuch eines Trittbrettfahrers, aus der Etablierung der Honorarberatung in Deutschland Profit zu schlagen“, erklärt VDH-Geschäftsführer Dieter Rauch. „Die Geschichte des Finanzvertriebs in Deutschland war bisher auf keiner Seite ein Ruhmesblatt.“ Doch wegen aktueller rechtlicher Neuerungen, könne sich erstmals eine unabhängige und faire Finanzberatung entwickeln. Rauch: „Wir verstehen es als unsere Aufgabe, jedweden Missbrauch dieser Chance auf einen Neuanfang mit allen gegebenen Mitteln zu unterbinden.“

Der VDH trennt sich nach eigenen Angaben von seinen Mitgliedsfirmen, wenn diese die Forderungen des Verbandes nicht mehr erfüllen. Dazu gehören Mindestanforderungen hinsichtlich der Bonität und Qualifikation der Berater. Im laufenden Jahr verlor der VDH auf diese Weise 21 Geschäftspartner. Dem Verbund gehören aktuell etwa 270 Mitgliedsunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum an. Sie verwalten Kundenvermögen von insgesamt mehr als 600 Millionen Euro.