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Honorarberatung, die bessere Finanzberatung? Jetzt sprechen unsere Leser

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Auslöser der Diskussion war die Werbekampagne der Quirin Bank, in der sie die Politik zu einem Verbot von Provisionsberatung aufruft, sowie ein von DAS INVESTMENT.com geführtes Interview mit deren Vorstandschef Karl Matthäus Schmidt.

Honorarberatung auf dem Vormarsch

Zweifellos hat die Honorarberatung durch die Finanzkrise und dem damit einhergehenden Misstrauen gegenüber dem Provisionsvertrieb von Finanzprodukten an Zustimmung gewonnen.

Im Interview stellt Schmidt fest: „Nur Geschäftsmodelle, die  Schluss machen mit Provisionen und eine ehrliche und faire Beratung in den Vordergrund stellen, können das Vertrauen der Anleger auf Dauer zurückgewinnen und erhalten.“
Diese Entwicklung wird auch von einer aktuellen Vertriebsstudie der European Business School untermauert. Danach bieten gegenwärtig rund 44 Prozent der Befragten Finanzberater Honorarberatungsdienstleistungen an, der Großteil allerdings nur neben dem klassischen Provisionsgeschäft. Ebenfalls 44 Prozent von ihnen können sich vorstellen, vollständig auf Honorarberatung umzusteigen.

Ein Verbot der Provisionsberatung würde diese Entwicklung zwangsläufig beschleunigen, wird in absehbarer Zeit jedoch kaum auf der politischen Tagesordnung stehen. Dennoch erhitzt die Forderung der Quirin Bank die Gemüter und hat unter DAS-INVESTMENT.com-Lesern eine lebhafte Diskussion in Gang gesetzt.

Geteiltes Echo von DAS-INVESTMENT.com-Lesern

Für Michael Deising, MD Finanz- und Versicherungsmakler, ist klar: „Die Beratungsqualität nimmt durch Honorarberatung nicht zwangsläufig zu“. Seiner Meinung nach sollte allein der Kunde entscheiden, ob er auf Provisionsbasis oder gegen ein Honorar beraten werden möchte. Viel wichtiger sei die umfassende Transparenz- und Offenlegungspflicht in Sachen Beratungsdokumentation und Vergütung. Deising: „Das würde dem Kunden wirklich nützen.“ >> zum vollständigen Kommentar

Leser Klaus-Peter Fuhrmann ist sich sicher: Honorarberatung wird sich auf breiter Front nicht durchsetzen, da die meisten Bürger nicht bereit sind, für eine Beratung zu bezahlen. Fest steht für ihn jedoch: „Wer selbstständig ist, darf in keiner Form von einem Auftraggeber und dessen Wettbewerbs- oder Vergütungssystem abhängig sein.“ >> zum vollständigen Kommentar

"Honorarberatung kann sich jeder leisten"

Robert Kamhuber vertritt hingegen klar einen Standpunkt pro Honorarberatung. Finanzdienstleistung ist für ihn in erster Linie „Wissensvermittlung“ und vergleichbar mit der Dienstleistung eines Steuerberaters. „Es handelt sich nämlich nicht, wie in der aktuellen Debatte suggeriert, um den Verkauf von Finanzinstrumenten“, so Kamhuber. Das Argument, Honorarberatung sei nur etwas für Besserverdiener will er nicht gelten lassen: „Honorarberatung kann sich jeder leisten". >> zum vollständigen Kommentar

Weitere Lesermeinungen:

„Provisionsberatung verbieten? Der Kunde soll entscheiden!“

„Honorarberatung oder Provisionsberatung? Wer das Beste für den Kunden möchte, der sollte ihm die Entscheidung überlassen“

„Honorarberatung würden einige meiner Kunden ablehnen und zu einer Internet-Plattform wechseln“

„Es gibt nichts, was gegen totale Transparenz der Beratungsvergütungen spricht“

„Honorarberatung und sonst nichts? Rote Karte für Herrn Schmidt“

„Honorarberatung ist die fairste Art der Beratung“

"Die Honorarberatungs-Petition von Herrn Schmidt unterstellt vollkommen falsche Tatsachen"

"Unser Ziel bei der Quirin Bank: Kunden fair, anständig und transparent zu beraten"

>> alle Lesermeinungen zum Thema Honorarberatung im Überblick"

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