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Honorarberater bemängelt „Honorarberatung ist kein Produktverkauf“

Beratungsgespräch
Beratungsgespräch: In einem Gastbeitrag für unser Portal mahnt Honorarberater Davor Horvat, dass Berater die Grenzen der Honorarvergütung nicht überstrapazieren sollten. | Foto: imago images / Panthermedia

Immer wieder vermerken Verbraucherschützer, dass zuweilen selbst in der Honorarberatung Kunden unliebsame Erfahrungen machen. Da schrecken jedes Mal die Kollegen auf, denn schließlich können nur einige wenige schwarze Schafe eine ganze Gilde in Verruf bringen. Es steht zu befürchten, dass Provisions-Berater und -Beraterinnen bei Bedarf dieses oder jenes Beispiel hervornehmen könnten, um bei ihren Kunden das Honorarmodell madig zu machen.

Worum geht es? Berater, vor allem Versicherungsmakler, bauen sich parallel zu ihrem klassischen Provisionsmodell vermehrt das Honorargeschäft auf. Der Gesetzgeber befürwortet und erlaubt dieses Mischmodell eindeutig, sofern beide Vergütungswelten innerhalb der Beratungsfirma klar voneinander getrennt sind. Dabei geht es in erster Linie um das Altersvorsorgegeschäft mit Nettoversicherungslösungen.

Honorar darf nicht ausufern

Einer der Vorteile der Honorarberater ist, dass sie ihr Einkommen selbst definieren können und nicht abhängig von den Provisionszahlungen der Produktgeber sind. Die Höhe der Honorierung liegt dabei im Ermessen des Beraters oder der Beraterin. IIm Gegensatz zu den Kollegen aus der Steuer- oder Rechtsberatung lässt sie sich ohne gesetzliche Gebührenordnung frei gestalten. Zudem haben Honorare keine Stornohaftungszeiten und sind sofort verdient. Das bedeutet aber nicht, dass diese Gestaltungsfreiräume nach Belieben ausgedehnt werden können.

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