Unternehmenszentrale der Standard Life Investments in Schottland.

Unternehmenszentrale der Standard Life Investments in Schottland.

House View

„ Anleger sollten Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien unter die Lupe nehmen“

//
Nachhaltige Gewinnsteigerung im Fokus Unsere Portfolios werden langsam aber zunehmend zyklischer und wir bauen unsere Aktien- und Immobilienpositionen weiter aus. Unsere House View bewegt sich allmählich weg von stabilen Renditen und hin zu nachhaltiger Gewinnsteigerung. Renditechancen existieren nach wie vor, da davon auszugehen ist, dass in 2014 die Leitzinsen in Europa einschließlich Großbritannien sowie in den USA niedrig bleiben werden. Anleger sollten deshalb Ertrags- und Renditemöglichkeiten, die auf Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien basieren, genau unter die Lupe nehmen. Märkte dürften volatil bleiben

Dennoch gehen wir für 2014 mit der zunehmenden Ausbreitung der Erholung auf mehrere Länder von einem positiveren Konjunkturzyklus aus. Ein entscheidender Faktor hierbei wird sein, ob Unternehmen in der Lage sind, aus Umsatzsteigerungen Ertragszuwächse zu generieren.

Die Wertentwicklung an den Aktienmärken muss 2014 nicht zwingendermaßen so robust sein wie im Jahr zuvor, jedoch sollte die Wiederbelebung der Gewinne und M&A-Aktivitäten dafür sorgen, dass Aktien die Renditen aus den meisten festverzinslichen Anlagen übertreffen werden. Wie die Märkte 2014 bereits gezeigt haben, dürfte die Volatilität aufgrund der Besorgnis über die Probleme in den Schwellenländern, insbesondere in China, hoch bleiben.

Daher sind Aktien und Immobilienwerte in unserer House View übergewichtet, Kreditanleihen neutral und Staatsanleihen untergewichtet. Bei den festverzinslichen Anlagen bevorzugen wir höher rentierende und europäische Anleihen vor Investment-Grade- oder Staatsanleihen. Innerhalb des Aktienbereichs favorisieren wir US-amerikanische, britische und japanische Aktien, da wir hier Wachstumspotenzial sehen, während wir unser Exposure in europäischen oder Emerging-Market-Aktien sehr selektiv angehen. Grafik: Der Investmentprozess von Standard Life Investments. Staatsanleihen 

US-Staatsanleihen: Untergewichten


Konjunkturdaten sowie die Drosselung der QE-Maßnahmen schüren Erwartungen hinsichtlich steigender Zinsen in 2015, wobei die Notenbank jedoch einer raschen Eskalation der Renditen entgegenwirken wird.

Europäische Anleihen: Übergewichten


Die Anleiherenditen profitieren von einer moderaten Erholung der Konjunktur einhergehend mit einer sehr geringen Inflation und der Möglichkeit von QE-Maßnahmen. Gleichzeitig können sich die Spreads in den europäischen Peripheriestaaten jedoch weiter einengen, da Anleger nach Renditemöglichkeiten suchen.

Britische Staatsanleihen (Gilts): Untergewichten

Die Anlageklasse reagiert zunehmend anfällig auf die Belebung des Wachstums und Bewertungen sind teuer. Ein kontrollierbarer Inflationsdruck sowie Maßnahmen der britischen Zentralbank können sich stützend auf steigende Anleiherenditen auswirken.

Japanische Anleihen: Untergewichten

Die Inflationsaussichten verschlechtern sich angesichts der Reflationsbestrebungen der Regierung zunehmend. Die Erweiterung des Programms der japanischen Zentralbank für den Aufkauf von Staatsanleihen sollte jedoch einen übermäßigen Anstieg der Renditen verhindern.

Globale inflationsgeschütze Anleihen: Neutral


Obwohl in vielen Ländern die inflationären Kräfte eher gedämpft sind, sollten die Bewertungen mancher Länder sorgfältig analysiert werden. Anleger sorgen sich auch weiterhin über eine durch die lockere Geldpolitik verursachte künftige Inflation.

Globale Emerging-Markets-Anleihen: Übergewichten/Neutral

Aufgrund besser bewerteter Spreads sind auf US-Dollar lautende Anleihen übergewichtet. Dagegen besteht eine neutrale Gewichtung bei auf Landeswährung lautenden Anleihen, da sie eine sorgfältige Analyse der einzelnen Währungen und Spread-Faktoren erfordern.

Unternehmensanleihen 

Investment Grade-Anleihen: Neutral


Anreize wie positive Unternehmens-Cashflows werden zunehmend mit eingepreist; die Gesamterträge von Investmentgrade-Anleihen werden zeitweise von der Volatilität der Referenz-Staatsanleihen beeinflusst.

Hochzinsanleihen: Neutral

Obwohl sich die Spreads leicht verengt haben, wirken sich die Ausfallprognosen für Anleihen weiterhin positiv aus. Die Renditen sind in bestimmten Sektoren immer noch relativ attraktiv, solange die Aussichten für Unternehmensgewinne positiv bleiben.

Aktien 

US-Aktien: Übergewichten


Die zugrundeliegenden Fundamentaldaten für Verbraucherausgaben, Immobilien und Konjunkturoptimismus verbessern sich, werden jedoch ausgeglichen durch Gegenwinde wie eine verschärfte Finanzpolitik und höhere Fremdkapitalkosten.

Europäische Aktien: Neutral

Bewertungen wirken sich förderlich aus und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verbessert sich, dennoch stellen finanzpolitische Programme und strukturelle Reformen weiterhin Einschränkungen dar, wobei es der Europäischen Zentralbank in vielen Sektoren nicht gelungen ist, für eine Verbesserung der Kreditverfügbarkeit zu sorgen.

Japanische Aktien: Übergewichten

Strukturreformen stehen noch aus, aber es wird erwartet, dass die japanische Zentralbank die Erreichung des Inflationsziels mit weiteren Maßnahmen unterstützt. Unternehmensgewinne würden von einer wettbewerbsfähigeren Währung profitieren.

Britische Aktien: Übergewichten

Die spürbare Verbesserung der binnenwirtschaftlichen Situation wirkt sich positiv auf die Gewinnsteigerung aus, obwohl die Stärke des britischen Pfunds für viele auslandsorientierte Unternehmen Gegenwind bedeutet.

Aktien asiatischer Industriestaaten: Neutral

Das langsamere Wirtschaftswachstum in Schlüsselmärkten wie etwa China setzt einige Länder unter Druck, wobei die Flexibilität der Währung allmählich zur Stabilisierung in den Kernsektoren beiträgt.

Emerging-Markets-Aktien: Neutral

Die Performance ist zunehmend uneinheitlich. Während einige Länder von ihren starken Fundamentaldaten profitieren, geraten andere aufgrund von politischen Maßnahmen, Leistungsbilanzdefiziten sowie der schärferen Geldpolitik zur Stabilisierung der sinkenden Devisenkurse unter Druck.

Immobilien 

Großbritannien: Übergewichten

Es ist davon auszugehen, dass das zunehmende Wirtschaftswachstum die Immobilienpreise in absehbarer Zeit stärken wird und die Erträge im Vergleich zu anderen Anlageklassen nach Ablauf einer Haltefrist von drei Jahren weiterhin äußerst attraktiv bleiben.

Europa: Neutral

Im Einklang mit der konjunkturellen Erholung in den europäischen Peripherieländern verringert sich die Performance-Lücke zwischen den südeuropäischen Immobilienmärkten und den Kernländern.

Nordamerika: Neutral

Obwohl Preise und Entwicklungsaktivitäten am kanadischen Markt Spitzenwerte erreichen, liegen die besten Chancen der Region in kleineren US-Städten mit starken Wachstumsaussichten. Zwar verbessert sich die Angebotssituation in einigen Teilmärkten in den USA, die Entwicklungsaktivitäten bleiben aber generell eher zurückhaltend.

Asien-Pazifik: Neutral

Renditen haben die Talsohle durchschritten und sich erholende Mietpreise treiben die Werte nach oben, was die Aktivitäten der Anleger noch weiter schürt. Japan bleibt auch weiterhin dem Zyklus voraus.

Weitere Anlageklassen 

Internationale Devisen
USD: Übergewichten, GBP: Neutral, EUR: Neutral, JPY: Untergewichten


Der US-Dollar wird letztendlich von einer verschärften Geldpolitik profitieren, während der Abwärtstrend des Euro aufgrund einer starken Leistungsbilanz begrenzt ist. Ein schwächerer Yen wird der Volkswirtschaft in Japan zugutekommen.

Globale Rohstoffmärkte: Neutral

Verschiedene Faktoren wie der Anstieg des US-Dollars, die Nachfrage aus China, Spannungen in Nahost und die Klimabedingungen wirken sich auf die Aussichten der verschiedenen Rohstoffmärkte aus.

Liquide Mittel 

Cash: Untergewichten


Während einige Zentralbanken sich verpflichtet haben, die Zinssätze über einen längeren Zeitraum hinweg auf einem niedrigeren Niveau zu halten, beginnen andere mit einer Verschärfung der Geldpolitik, insbesondere in den Emerging Markets

Mehr zum Thema