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Martin Stürner

Martin Stürner

„Ich rechne mit einem Crash an den Emerging Markets“

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DAS INVESTMENT.com: Emerging Markets Fonds haben seit Jahresanfang im Schnitt eine Performance von rund 22 Prozent erzielt, der Spitzenreiter Carmignac Portfolio Emerging Discovery (WKN A0M9A1) kam sogar auf rund 61 Prozent. Der PEH Q-Emerging Markets Fonds (WKN 986424) hingegen hat seit Januar lediglich rund 7 Prozent zugelegt. Wie kam es dazu? Martin Stürner: Der PEH Q-Emerging Markets Fonds betreibt eine aktive Aktienquotensteuerung. Um unsere Verluste im Oktober und November vergangenen Jahres zu begrenzen, haben wir die Aktienquote drastisch gesenkt. So lag der Aktienanteil in den Krisenmonaten Oktober bis Dezember sogar bei unter 10 Prozent. Daher blieben wir auch bei dem Aufschwung der letzten Monate außen vor. DAS INVESTMENT.com: Während die Verluste, die Ihr Fonds im Herbst 2008 erzielt hat, lediglich 3 bis 6 Prozentpunkte unter denen des MSCI Emerging Markets Index lagen, hat der Index seit Jahresanfang um rund 40 Prozent zugelegt – das sind rund 33 Prozentpunkte mehr als der PEH Q-Emerging Markets. Wird es nicht langsam Zeit, in den Aktienmarkt einzusteigen? Stürner: Nein. DAS INVESTMENT.com: Warum nicht? Stürner: Die Schwellenmarktaktien sind derzeit stark überbewertet. Bis zum Ende dieses Jahres rechne ich dort mit einem weiteren Crash. DAS INVESTMENT.com: Wie kommen Sie dazu? Stürner: Emerging Markets sind kein Heilsbringer. Der derzeitige Aufschwung ist rein liquiditäts- und hoffnungsgetrieben. Die Fundamentaldaten sind nach wie vor katastrophal. Die Probleme wie eine schlechte Auftragslage, eine schwache Binnenkonjunktur sowie der Ausfall des größten Auftraggebers USA, die 2008 zum Zusammenbruch der Märkte geführt haben, sind immer noch nicht gelöst. Ich bin überzeugt, dass es im zweiten Halbjahr zu einem kräftigen Rücksetzer auf den Emerging Markets kommen wird. DAS INVESTMENT.com: Wann rechnen Sie mit einer Erholung auf den Schwellenmärkten? Stürner: Nicht vor Ende nächsten Jahres. DAS INVESTMENT.com: Wie sieht Ihre Anlagestrategie derzeit aus? Stürner: Wir investieren derzeit sehr defensiv, so dass die Aktienquote lediglich 45 bis 50 Prozent beträgt. Zu unseren größten Positionen zählen – als temporäres Ersatzinvestment – Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland, drei ETFs aus dem Hause DB X-Trackers sowie der Russlandfonds der Deutsche-Bank-Tochter DWS DWS Russia (WKN 939855). Außerdem sind wir mit 4 Prozent des Aktienanteils am Carmignac Portfolio Emerging Discovery beteiligt. DAS INVESTMENT.com: Und wie ist Ihr Fondsportfolio regional zusammengesetzt? Stürner: Die größten Positionen bilden Brasilien, China, Russland und Mexico. Die beste Performance lieferte dabei der DWS Russia, der in den letzten Monaten um durchschnittlich 20 Prozent zugelegt hat. Am schlechtesten schnitt Mexico ab, wo wir jedoch mit nur 3 Prozent unseres Aktienanteils investiert waren.

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