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Die Kosten und Löhne pro Mitarbeiter sind seit Jahren in etwa gleichbleibend (Quelle: Finews.ch)

Die Kosten und Löhne pro Mitarbeiter sind seit Jahren in etwa gleichbleibend (Quelle: Finews.ch)

IFBC rät Privatbanken

Digitalisierung statt Lohnkürzung

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Die Schweizer Privatbanken haben ein Problem mit ihren Lohnkosten. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsfirma IFBC in einer Studie. Demnach sei es den Instituten nicht gelungen, ihren Personalaufwand den neuen Realitäten des Ertragsniveaus anzupassen. Sinkende Erträge auf der einen Seite und gleichbleibende Löhne auf der anderen Seite verschärften das zentrale Kosten-Ertragsverhältnis fürs Banking. 2014 lag der Durchschnitt bei 82,9 Prozent, der höchste und bedenklichste Stand seit der Jahrtausendwende, so die Autoren der Studie. Die Kosten fürs Personal liegen seit etwa sechs Jahren bei rund 220.000 Franken pro Mitarbeiter. In derselben Zeit ging der Kommissions- und Dienstleistungserfolg pro Angestellten um 15 Prozent zurück. Dem Bericht zufolge ging der durchschnittliche Betriebsertrag der 40 untersuchten Privatbanken sogar um 20 Prozent zurück. Personal- und Sachaufwand pro Mitarbeiter (Quelle: Finews.ch) Lohnkürzung keine Alternative
Doch von Lohnkürzungen als Ausweg aus dieser Entwicklung raten Experten des Beratungsunternehmens KPMG Schweiz ab. Sollten Banken diesen Schritt gehen, drohten drastische Folgen. Den Beratern zufolge würde eine Lohnsenkung bei beispielsweise Kundenberatern dazu führen, dass diese zur Konkurrenz überlaufen und damit möglicherweise auch noch Vermögen aus dem Unternehmen abwandert. Das würde wiederum die Ertragslage verringern. IFBC empfiehlt den Geldinstituten den Kostendruck durch Digitalisierung auszugleichen. Kleinere Unternehmen, die sich die Investitionen nicht leisten können, hätten entsprechend das Nachsehen. Deswegen dürfte es laut den Beratern zu weiteren Konsolidierungen kommen.

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