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Ifo-Chef

Hans-Werner Sinn will „Grexit“ und Franken-Bindung

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Erst die Investmentlegende Warren Buffett, nun der Ifo-Chef Hans-Werner Sinn: Die Stimmen für einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone mehren sich. Das sogenannte „Grexit“ stelle keine so große Gefahr dar, wie allgemein befürchtet, erklärt Sinn in einem Video-Interview mit der AWP. Schließlich seien die Märkte auf dieses Szenario vorbereitet; die privaten Investoren hätten sich aus Griechenland zurückgezogen. „Es fällt keine europäische Bank um wegen Griechenland“, so Sinn.

Mehr Sorgen bereitet dem Ifo-Chef indes die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank werde aus dieser Nummer nur schwer rauskommen, ist Sinn überzeugt. Denn führt sie zu schnell wieder normale Zinsen ein, würden viele Banken - und möglicherweise auch ganze Staaten - in Schieflage geraten. „Ich weiß nicht, wie die EZB wieder rauskommen will aus ihrer Politik“, so Sinn.

Grundsätzlich ist Sinn jedoch kein Gegner einer Einmischung von Notenbanken in das Geschehen auf den Finanz- und Währungsmärkten. So sieht er das Wiedererstarken des Schweizer Franken im Verhältnis zum Euro nach der Aufhebung der Euro-Franken-Bindung mit Skepsis. Der starke Franken bedrohe die Schweizer Exportwirtschaft, meint der Ifo-Chef. Gehe es so weiter, müsse die SNB erneut eingreifen oder den Devisenverkehr mit dem Ausland kontrollieren. 

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