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in AnalysenLesedauer: 2 Minuten

Ifo-Weltwirtschaftsklima Protektionsmus lässt Konjunkturerwartungen abstürzen

Gewitter über New York: Einen Lichtstreifen zeigt das aktuelle Ifo-Weltwirtschaftsklima lediglich in den GUS-Staaten sowie im Nahen Osten und in Nordafrika
Gewitter über New York: Einen Lichtstreifen zeigt das aktuelle Ifo-Weltwirtschaftsklima lediglich in den GUS-Staaten sowie im Nahen Osten und in Nordafrika | Foto: Getty Images

„Die Weltkonjunktur fährt mit angezogener Handbremse“, erklärte das Ifo Institut mit Sitz in München die aktuellen Zahlen. So hat sich die Lagebeurteilung der befragten Experten deutlich von 27,4 auf 17,5 Punkte verringert, liegt aber dennoch weiterhin auf hohem Niveau. Anders bei den Erwartungen: Sie rutschen abermals sehr stark von 6,1 auf minus 10,6 Punkte und damit auf dem niedrigsten Wert seit Ende 2011.

Wirtschaftsklima rund um die Welt verschlechtert

In nahezu allen Regionen trübte sich das Wirtschaftsklima ein, wie die nachstehende Grafik zeigt:

Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen setzten deutlich zurück: In der Europäischen Union, den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern inklusive China aber auch in Lateinamerika.

Sogar in den boomenden USA machten die Experten bei ihren Erwartungen Abstriche. Die Lageeinschätzung – wenig verwunderlich – verbesserte sich hingegen. In den GUS-Staaten sowie im Nahen Osten und in Nordafrika verbesserten sich sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen.

„Die Entwicklung des Welthandels ist gekennzeichnet durch den aktuellen Zollstreit. Insbesondere für die USA und China geht inzwischen jeweils die Mehrheit der Experten von niedrigeren Exporten in den kommenden Monaten aus“, beobachtet Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts. „Damit einhergehend sank auch die erwartete weltweite Investitionstätigkeit beträchtlich. Darüber hinaus rechnen die Befragten mit einer Stagnation des privaten Konsums.“

Vierteljährlich betragt das Ifo Institut Experten aus einer Vielzahl von Ländern zur Konjunkturentwicklung und zu anderen Wirtschaftsdaten. An der Erhebung im Juli nahmen 1.200 Experten aus 120 Ländern teil.

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