Im Bafin-Journal Bafin warnt erneut vor schwarzen Schafen

Bafin-Präsident Felix Hufeld. Die Finanzaufsichtsbehöre warnt regelmäßig vor Finanzakteuren, die in Deutschland ohne behördliche Erlaubnis tätig werden. | © Bernd Roselieb/Bafin

Bafin-Präsident Felix Hufeld. Die Finanzaufsichtsbehöre warnt regelmäßig vor Finanzakteuren, die in Deutschland ohne behördliche Erlaubnis tätig werden. Foto: Bernd Roselieb/Bafin

In der aktuellen Ausgabe ihres Bafin-Journals listet die deutsche Finanzaufsichtsbehörde einmal mehr Finanzvertriebe auf, gegen deren Geschäft sie im vergangenen Monat eingeschritten ist.

So hat die Behörde kürzlich den Anbieter Nikolaus Bode aus Bad Neuenahr aufgefordert, das von ihm ausgeübte Kreditgeschäft einzustellen. Der Finanzakteur soll Privatleuten Kredite angeboten haben, ohne eine Erlaubnis dafür zu besitzen.

Ein Unternehmen namens GPay wurde zur Einstellung seines Geschäfts aufgefordert: Unter einer britischen Rufnummer seien hiesigen Verbrauchern sogenannte Differenzkontrakte (Contracts for difference, CFD) auf Krypto- und andere Währungen, Rohstoffe, Indizes und Aktien angeboten worden. Die Finanzaufseher warnen: „Derzeit tritt eine Vielzahl von potenziell unseriösen Handelsplattformen an den Markt heran. Bei einigen besteht auch der Verdacht der organisierten Kriminalität.“

Ebenso soll der Münchner Anbieter Vivek Khosla sein Geschäft einstellen. Khlosa habe mit Verbrauchern Privatdarlehensverträge geschlossen und die unbedingte Rückzahlung des Geldes versprochen: Unerlaubtes Einlagengeschäft, urteilt die Bafin. Dasselbe gelte für das ebenfalls in München ansässige Unternehmen Maba Fintech und die Mannheimer Firma Alegra Asset Management.

Axon, ein Unternehmen aus Grasbrunn, habe Kunden unerlaubterweise Finanzierungsleasing-Verträge angeboten. Auch das sollte offenbar an der Finanzaufsicht vorbei geschehen und wurde jetzt gestoppt.

Die Setonix Holding, Betreiberin der Handelsplattform www.obsbit.com, hatte CFD, Devisen, binäre Optionen und Kryptowährungen als Investments angeboten und die unbedingte Rückzahlung der eingesammelten Mittel versprochen. Eine Genehmigung fehlte ihr allerdings dafür. Auch hier schritt die Bafin ein.

Der Münchner Anbieter Thomas Willers nahm Geld für Projektfinanzierung einer Firma namens Vileos Invest Investitionsbeiträge entgegen – ohne entsprechende Erlaubnis. Die Bafin forderte ihn auf, das Geschäft einstellen und das bereits eingenommene Geld zurücküberweisen, ordneten die Finanzwächter an.

Unerlaubtes Einlagengeschäft wirft die Bafin auch Takeda Partners vor. Das Unternehmen betreibt die Handelsplattform für Aktien, Währungen, Anleihen, Indizes, Rohstoffe und ETF www.bancdm.io.