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Paul Hülsmann ist Mitgründer des Unternehmens Finexity: „Objekte übertragen, ohne Grunderwerbsteuer und Notargebühren auszulösen“ | © Finexity Foto: Finexity

Immobilien im Token-Format

„95 bis 98 Prozent aller Objekte fallen durch“

Herr Hülsmann, Sie wollen mit Ihrem Unternehmen Finexity Immobilien in digitale Einheiten, sogenannte Token verpacken und an Anleger verkaufen. Was soll das bringen?

Paul Hülsmann: Normalerweise braucht man viel Eigenkapital, um in Immobilien einzusteigen. Und nur wenige können sie vorab und fortlaufend nicht richtig bewerten. Diese Punkte nehmen wir Anlegern ab und bieten ein flexibles, digitales Immobilien-Investment.

Was macht Sie zu einem Immobilienexperten?

Hülsmann: Ich habe mich frühzeitig, auch familiär bedingt, mit der Finanzwelt auseinandergesetzt. In England habe ich zudem Finanzen studiert. Mein Gründungspartner Henning Wagner und ich stellten fest, dass wir uns in Finanzen und IT sehr gut auskennen. Dann holten wir mit Tim Janssen einen Blockchain-Spezialisten hinzu. Und alles was wir nicht können, kaufen wir ein.

Zum Beispiel Immobilienkenntnisse?

Hülsmann: Genau, wir haben externe Partner verpflichtet, die enorme Erfahrung in Immobilien mitbringen, ehemalige Immobilienfondsmanager und Immobilien-Kreditanalysten. Mit deren Hilfe haben wir einen Prozess erstellt, um Immobilien zu analysieren und zu prüfen. Er ist vierstufig und beginnt mit einem Schnellcheck. Dabei geben wir Daten ins System ein und bekommen ein erstes Urteil. Erst dann prüfen wir das Objekt genauer. Das dauert ungefähr zwei Tage. Dann geht es zu einem externen Gutachter, der sich auch alles ansieht und den verlangten Preis mit dem Marktwert vergleicht. Erst wenn er alles in Ordnung findet, gehen die Unterlagen zur finanzierenden Bank, die auch noch einmal alles prüft. Und nur wenn auch sie grünes Licht gibt, kommt das Objekt auf unsere Plattform.

Wie viele Objekte bestehen die Tests?

Hülsmann: 95 bis 98 Prozent aller Immobilien, die wir uns ansehen, fallen durch.

Wie viel davon ist echter Schrott?

Hülsmann: (lacht) Das sind schon diese 95 Prozent. Na ja, nicht ganz. Viele Objekte fallen auch erst durch, wenn wir sie uns genauer ansehen. Dann scheitert es zum Beispiel daran, wie die Räume aufgeteilt sind.

Auf einem Wohnungsmarkt wie in Hamburg dürfte ein ziemliches Hauen und Stechen um die besten Objekte herrschen. Müssen Sie die anderen überbieten?

Hülsmann: Im Gegenteil. Wir streben immer eine langfristige Partnerschaft mit den Entwicklern an. Das ist genau in deren Sinne, weshalb sie uns mitunter sogar günstigere Konditionen einräumen. Wir füllen eine Lücke zwischen Privatinvestoren, die vielleicht nur ein Objekt nehmen würden, und Institutionellen Anlegern, denen die Objekte nicht ausreichen würden.

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