Immobilien-Investments So investieren Anleger in Ackerland

Heinrich Meller: Der Generalbevollmächtigte der Finum Private Finance in Köln ist selbst Landwirt. | © FINUM.Private Finance AG

Heinrich Meller: Der Generalbevollmächtigte der Finum Private Finance in Köln ist selbst Landwirt. Foto: FINUM.Private Finance AG

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Pachtpreise für Ackerland verdoppelt. Wer dabei gut rechnet und Grundlegendes beachtet, kann eine ansehnliche Rendite erwirtschaften: Geht man von einem Kaufpreis in Höhe von 45.000 Euro pro Hektar (10.000 Quadratmeter) und einem Pachterlös von 1.000 Euro bei Sonderkulturen aus, dann kommt man auf eine laufende Rendite von jährlich 2 Prozent.

Im vorigen Jahr sind in Nordrhein-Westfalen die Ackerlandpreise beispielsweise um 15 Prozent gestiegen. Doch eine Investition in Ackerland kann immer nur eine Beimischung zu anderen Anlagen sein. 

Lage und Bodenqualität wichtig 

Die Lage und die Bodenqualität sind die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Investition – ähnlich wie bei einer Investition in Immobilien. Das Land sollte so gut sein, dass es sich für alle Kulturen eignet. Der Bodenwert wird in der Ackerzahl wiedergegeben. Dabei stellt 100 den optimalen Wert dar, wie man ihn in der Magdeburger Börde findet.

Zudem sollten in der Nähe genügend landwirtschaftliche Betriebe vorhanden sein, um den Pachtzins realisieren zu können. Wenn man dann noch in der Nähe von Städten investiert, hat man die Chance auf die Umwandlung in Bauland. Dies kann dann eine Vervielfachung der Investition bedeuten.

Landwirte geben Betriebe auf


Gute Anlagemöglichkeiten zu finden, stellt das Kernproblem dar. Natürlich geben einige Landwirte ihre Betriebe auf. Hier kann man Ackerland zukaufen. Gerade wenn es sich um eine Erbengemeinschaft handelt, sind die Chancen nicht schlecht. Der Markt ist eng und meistens geht es nur über Insiderinformationen.

In strukturschwachen Gegenden gibt es eher die Möglichkeit Land zu erwerben, doch hier ist Vorsicht geboten. Meistens kann man dort nur Felder mit geringer Ackerzahl erwerben, für das es keine Nachfrage von Landwirten gibt.

Regionaler Bezug und Sachkenntnis 

Wer nicht einfach in die Scholle investieren möchte, für den gibt es durchaus Alternativen: spezialisierte Aktien, Fonds und AIFs. Es ist ein ganz spezielles Investment und daher sind die Angebote eher gering.

Oft gibt es Aktien oder Fonds, die in Ackerland im Ausland investiert sind. Hier muss man noch mehr auf Qualität achten. Denn es ist schwierig, von Deutschland aus Bodenqualitäten in Argentinien oder in der Ukraine zu bewerten. Ein regionaler Bezug und Sachkenntnis sollte vorhanden sein, um die Qualität und Zukunftsfähigkeit des Investments abschätzen zu können.