Die Lage am Immobilienmarkt hat sich stabilisiert, wie die Jahresauswertung des Immobilienpreisindex Greix für 2024 gezeigt hat. Nach Höchstständen im Jahr 2022 hatten abrupt steigende Zinsen auch für Baukredite für ein nachlassendes Käuferinteresse gesorgt – und damit auch dafür, dass die Preise am Markt für Wohnimmobilien in Deutschland gesunken waren.
Doch was wird die Zukunft bringen? Um das zu beantworten, hat die Postbank wieder ihren Wohnatlas veröffentlicht, in dem sie versuchen zu prognostizieren, in welchen Städten und Regionen sich die Preise bis 2035 am deutlichsten nach oben entwickeln werden.
Dafür hat sie erneut vom Hamburger Weltwirtschafts-Institut (HWWI) die Immobilienpreisentwicklung bei Eigentumswohnungen im Bestand in den 400 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten untersucht und eine Prognose bis 2035 erstellen lassen. Diese geht davon aus, dass bis 2035 in allen Landkreisen und kreisfreien Städten inflationsbereinigt die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand durchschnittlich um 0,4 Prozent pro Jahr steigen werden. Eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum letzten Jahr: Da ging die Prognose generell eher noch von einer Stagnation oder sinkenden Preisen aus.
Doch dies heißt nicht, dass es in jedem Bundesland gleich gut aussieht: Nur geringe reale Preiszuwächse werde es unter anderem für mehrere Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geben, aber auch für einige Gebiete in Niedersachsen sowie im Nordosten Bayerns. Preisrückgänge seien in sehr ländlich geprägten Regionen Ost- und Mitteldeutschland sowie in einigen grenznahen Gebieten zu erwarten.
Langfristig werde die Wertentwicklung auf dem Immobilienmarkt vor allem durch die demografischen sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen der jeweiligen Regionen bestimmt, so die Studie. Die Preise ziehen also da weiter an, wo es starken Zuzug, viele Arbeitsplätze und steigende Löhne gibt.
>>> Auf den folgenden Seiten stellen wir die 15 Städte und Regionen vor, bei denen von 2024 bis 2035 die Preise am stärksten steigen werden. Bezogen wird sich dabei auf das reale durchschnittliche Preiswachstum pro Jahr in Prozent.
