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Immobilien-Studie Ohne Moos nichts los: Immobilien sind teuer und Privatanlegern fehlt das Geld

Die Lust der Deutschen auf Immobilien wächst. So hat die Kaufbereitschaft gegenüber Immobilien im Volk von Herbst 2013 bis März 2014 von 18 auf 25 Prozent zugelegt. Im Vorjahreszeitraum hatten nur 22 Prozent angegeben, in den nächsten sechs Monaten eine Immobilie kaufen zu wollen. Der Immobilieninvestor Euro Grundinvest und das Meinungsforschungsinstitut GapFish haben für die Studie 1.007 Privatanleger nach ihrem Verhältnis zu Kaufimmobilien gefragt.

Die größte Lust auf die eigenen vier Wände gibt es in Hamburg. 37 Prozent würden dort gerne eine Immobilie kaufen. Auch in München gibt es mit 35 Prozent überdurchschnittlich viele Interessenten. In Berlin hingegen ist der Kaufwille niedriger – er liegt bei 23 Prozent.



Jacqueline Reinhold von Euro Grundinvest meint dazu: „Auch wenn die Investitionsbereitschaft in Berlin deutlich niedriger ist als in Hamburg oder München, so zeigt die Befragung vor allem ein enormes Stadt-Land-Gefälle. Das Verlangen nach Immobilien ist außerhalb der Metropolen weit weniger ausgeprägt.“

Trotz der ungetrübten Kaufbereitschaft der Großstadtindianer sagen 48 Prozent der Privatanleger, dass ihnen die städtischen Immobilienpreise zu hoch sind. Besonders fällt das in München auf – für 68 Prozent ist die bayrische Landeshauptstadt das teuerste Pflaster.

Die hohen Preise sind für Anleger inzwischen ein Problem. 59 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sie nicht über das notwendige Geld verfügen, um einen Baukredit aufzunehmen. Das Eigenkapital sollte mindestens 30 Prozent der Kaufsumme betragen. In München mangelt es sogar 64 Prozent der Interessenten am nötigen Kleingeld, in Hamburg und Frankfurt sind es 55 Prozent.

„Die, die kaufen wollen, die können nicht. Und die, die kaufen könnten, wollen nicht“, kommentiert Reinhold das Ergebnis.

Euro Grundinvest wollte von den Studienteilnehmern zudem wissen, warum Immobilien für sie eine lohnende Investition sind. 84 Prozent der Befragten gaben als Grund die derzeit niedrigen Zinsen für Immobilienkredite an. Aktuell liegen die Zinsen für ein zehnjähriges Darlehen unter 2,5 Prozent. Im Herbst vergangenen Jahres kosteten die Kredite noch mindestens 3 Prozent, weshalb lediglich 70 Prozent der damals Befragten in Immobilien anlegen wollten.

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