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Immobilienbranche hebt den Daumen für 2011

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Acht von zehn Befragten rechnen zudem mit größeren Immobiliendeals, rund zwei Drittel erwarten die Rückkehr von Portfoliotransaktionen. Es sei auch durchaus wieder mit vereinzelten spektakulären Großtransaktionen zu rechnen, gibt sich Hartmut Fründ, Partner bei Ernst & Young Real Estate. Bereits 2010 sei das Interesse an größeren Transaktionsvolumina gestiegen, was sich allerdings nur vereinzelt auf Gewerbeimmobilientransaktionen übertragen habe, ergänzt er. Noch vor zwei Jahren hingegen seien solche Transaktionen vollständig ausgeblieben.

Laut Christian Schulz-Wulkow ist das gestiegene Interesse auf das wirtschaftliche Wachstum sowie die politische und soziale Stabilität in Deutschland zurückzuführen. „Der Markt sieht uns mehr denn je als sicheren Hafen für Immobilien-Investments“, so der Partner bei Ernst & Young Real Estate. Die Umfrage untermauert diese Einschätzung: 90 Prozent der Umfrageteilnehmer halten Deutschland in diesem Jahr für einen attraktiven oder sogar sehr attraktiven Standort für Immobilieninvestments. Das gilt auch im europäischen Vergleich: Hier bezeichnen ebenfalls 90 Prozent der Befragten Deutschland als attraktiv beziehungsweise sehr attraktiv. Im Vorjahr waren es hingegen 78 Prozent.

Trotz der optimistischen Einschätzungen bleibt das Transaktionsvolumen bislang weiterhin deutlich unter dem Niveau der Boomjahre, heißt es in der Studie. Dennoch seien die Umfrageteilnehmer überwiegend optimistisch und halten die Krise für überwunden, so Schulz-Wulkow.

In puncto Preisentwicklung geben sich die Befragten ebenfalls zuversichtlich, sie erwarten für 1b-Lagen stabile und für 1a-Lagen sogar teils deutlich steigende Preise. Besonders hoch seien die Erwartungen bei Wohnimmobilien. Für dieses Segment erwarten 84 Prozent der Befragten steigende Preise in Toplagen, für Einzelhandelsimmobilien glauben dies 71 und für Büroimmobilien 60 Prozent.

Entsprechend dieser Erwartungen liegt der Anlageschwerpunkt in diesem Jahr auf dem Wohnsegment: 44 Prozent der Befragten erwarten für diesen Bereich einen starken Investmentfokus, gefolgt vom Einzelhandel mit 36 und Büroimmobilien mit 20 Prozent. Schulz-Wulkow geht davon aus, dass Investoren aus Renditehunger sich weniger stark als bisher auf Core-Immobilien und beste Lagen fokussieren werden.

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