Immobilienfinanzierung: Wenn nicht jetzt, wann dann?

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Finanzmarktkrise, Schulden-Dilemma, Kampf um den Euro – für einige Finanzdienstleistungen hat die europäische Feuerprobe auch ihr Gutes. Denn die Krise schafft zum einen ein nachhaltig niedriges Zinsniveau für Hypothekendarlehen, zum anderen schürt sie Inflationsängste, was den Sachwert Immobilie für viele Anleger attraktiv macht. Zum Dritten erholt sich die Konjunktur in Deutschland viel schneller als erwartet: „Darum trauen sich viele Kunden, über die Direktinvestition in eine Immobilie nachzudenken, sei es zur Eigennutzung oder zur Vermietung“, sagt Dirk Günther. Der Geschäftsführer bei Prohyp, eine auf freie Vermittler spezialisierte Tochter des Baufinanzierungsanbieters Interhyp AG, weiß: „Andere Anlagesparten stoßen nach der Krise auf erhebliche Vertrauensdefizite bei Kunden.“

Wenig Neubau schafft Marktenge

Zumindest in Ballungsgebieten steht einer minimalen Wohnbautätigkeit eine wachsende Nachfrage gegenüber: „Bei den über uns abgeschlossenen Erstfinanzierungen handelt es sich bei fast zwei Drittel aller Fälle um Finanzierungen für Bestandsobjekte“, so Günther. Heute gibt es mit 40,2 Millionen Haushalten in Deutschland rund 5 Millionen Haushalte mehr als bei der Wiedervereinigung – trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen. Der Bedarf an geeigneten Immobilien und ihrer Finanzierung ist also da. Kein Wunder, dass immer mehr Finanz- und Versicherungsmakler über den Tellerrand schauen und sich für das Thema interessieren.

Gutes Cross-Selling-Potenzial
„Zumal die Baufi-Beratung mit planbaren und sicheren Erträgen viel mehr als ein bloßes Add-on für die Produktpalette ist“, so Günther. Bevor es zum Darlehensantrag kommt, muss zwingend das Kundenprofil eingehend analysiert werden. Und über diese Transparenz ergäben sich auch etliche Ansatzpunkte für Cross-Selling. „Vorteilhaft ist es auf jeden Fall, mit unabhängiger Beratung, dem kompletten Marktüberblick und einer objektiven Produktauswahl punkten zu können“, nennt Günther Argumente für Vermittler, mit Baufi-Brokern zusammenzuarbeiten. Fakt ist: Es zahlt sich in der Regel aus, Alternativen zum Angebot der Hausbank einzuholen. Einsparmöglichkeiten von ein paar Hundert Euro im Jahr sind nicht selten. Den Kunden freuts – und der Vermittler kann auf der Haben-Seite eine Vergütung von einem bis drei Prozent der Darlehenssumme verbuchen.