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Immobilienfonds erwartet Preisanstieg auf europäischen Märkten

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Dies geht aus dem halbjährlichen Research-Bericht von III-Investments, der Immobilien-Tochter von Hypo Vereinsbank hervor.

„Im Laufe der nächsten 12 Monate sollte der Großteil der europäischen Immobilien-Märkte wieder einen Rückgang des Anfangsrenditeniveaus verzeichnen“, erklärt der Geschäftsführer Reinhard Mattern. In dieser Zeit könnten Investoren günstig einsteigen. Denn bis 2011 dürfte laut Mattern auf nahezu allen europäischen Immobilienmärkten ein Preisanstieg zu verzeichnen sein. Einige Monate nach den Investmentmärkten werden auch die Mieterträge den Boden bilden.
Aus Rendite-Risiko-Sicht bieten derzeit insbesondere die Büromärkte in Brüssel, Paris und Lyon attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Bei London zeigen sich die Forscher hingegen etwas skeptischer, da dort die Preise bereits seit Sommer 2009 kontinuierlich gestiegen sind.

Die Investitionen nahmen gegenüber dem ersten Quartal 2009 deutlich zu, so der Bericht weiter. Dabei werden derzeit vor allem Core-Assets – also erstklassige Objekte in Top-Lage – nachgefragt. In näherer Zukunft rechnet III-Investments jedoch damit, dass im Zuge der wirtschaftlichen Stabilisierung auch risikoreichere Immobilien und Standorte an Attraktivität gewinnen werden. Lediglich von Objekten in Spanien, deren Volkswirtschaft sich nicht so bald erholen werde, sollen Anleger besser die Finger lassen.

Der deutsche Immobilienmarkt zeichnet sich im europäischen Vergleich durch eine geringere Volatilität aus

Der deutsche Immobilienmarkt ist weniger volatil als die Märkte in Großbritannien, Spanien oder auch Frankreich. „Nachdem die Mietsteigerungsraten bis 2008 geringer ausgefallen sind, ist nun auch der Mietrückgang moderater als bei vielen europäischen Wettbewerbern“, so die Studie. Als eine Folge der relativ stabilen Mietmärkte haben die Anfangsrenditen in Deutschland auch nicht so deutlich korrigiert wie in London oder Paris.

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