Egon Wachtendorf, verantwortlicher Redakteur von DER FONDS.

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Immobilienfonds: Tatsachenentscheidungen

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In der Sache ist das Thema durch. Hertha BSC ist aus der Fußball- Bundesliga abgestiegen, und nach dem SEB Immo-Invest wird nun mit dem CS Euroreal auch der zweite milliardenschwere Immobilienfonds-Liebling des freien Vertriebs endgültig abgewickelt.

Weil jedoch die Begleitumstände des Knock-outs hier wie dort alles andere als alltäglich waren, fällt es vielen Beteiligten noch immer schwer, sich mit den neuen Verhältnissen abzufinden und zur Tagesordnung zurückzukehren.

Eine Alternative dazu gibt es jedoch nicht, und keine noch so interessant anmutende Frage der Marke „Was wäre gewesen, wenn …“ hilft auf diesem Weg weiter.
Finanzexpertinnen im EM-Fieber 11 Fragen …
Wie sieht nun, bezogen auf Deutschlands offene Immobilienfonds, die Tagesordnung aus? Einer aktuellen Aufstellung des Branchenverbands BVI zufolge haben Anleger derzeit 85 Milliarden Euro in diesen Bereich investiert.

Und obwohl fast 24 Milliarden Euro davon nicht mehr frei zugänglich und von Verlusten bedroht sind, kommt jeden Monat netto frisches Geld hinzu – im ersten Quartal 2012 allein 1,4 Milliarden Euro. Geld, das schleunigst eine Perspektive braucht.

Die wiederum ist momentan ähnlich schwer zu erkennen wie eine wirkungsvolle Strategie des deutschen Fußballs zur Eindämmung von Gewalt und Chaos in den Stadien. Klar ist nur: Ohne enge Kooperation mit dem Gesetzgeber gibt es langfristig für beide Probleme keine Lösung.

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