Suche
in ImmobilienLesedauer: 7 Minuten

Wohnatlas 2021 Immobilienpreise steigen trotz Corona

Altbau in Berlin
Altbau in Berlin: In deutschen Städten rechnen Experten mit weiteren Preisaufschlägen. | Foto: Imago Images / Joko

Am deutschen Wohnungsmarkt werden die Preise auch nach der Corona-Krise weiter steigen. Das zeigt der Postbank Wohnatlas 2021, für den Experten des Hamburgischen WeltwirtschaftsInstituts (HWWI) eine Kaufpreis-Prognose bis 2030 erstellt haben. Demnach ist vor allem in und um die urbanen Zentren mit weiteren Preisaufschlägen zu rechnen. In mehr als der Hälfte der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte können Haus- und Wohnungsbesitzer davon ausgehen, dass ihre Immobilie bis mindestens 2030 real an Wert gewinnt.

Den mit Abstand stärksten Preisanstieg unter den sogenannten „Big Seven“, den größten deutschen Metropolen, wird Deutschlands ohnehin schon teuerste Stadt erleben: Für München prognostizieren die Experten bis zum Jahr 2030 ein jährliches Plus von real 1,99 Prozent. Rund 8.600 Euro pro Quadratmeter mussten Immobilienkäufer in der bayerischen Landeshauptstadt im Schnitt bereits 2020 investieren.

>>>Bild vergrößern

Auf den Plätzen zwei und drei im Metropolen-Ranking folgen Düsseldorf mit einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 1,09 Prozent und Berlin mit 1,07 Prozent. In Frankfurt am Main steigen die Preise bis 2030 jährlich voraussichtlich um 1,02 Prozent. Den langsamsten Anstieg unter den „Big Seven“ dürfte Stuttgart erleben. Laut Prognosen liegt dort das jährliche Plus bis 2030 bei 0,78 Prozent.

Preisentwicklung in den „Big Seven“ der deutschen Städte
2020 bis 2030 (reales durchschnittliches Preiswachstum pro Jahr in Prozent)

Rang 2020* Stadt Preistrend in % Preis pro qm in Euro
1 München 1,99 8.612,83
2 Düsseldorf 1,09  4.527,72
3 Berlin    1,07 4.972,69
4 Frankfurt am Main  1,02 6.050,07
5 Köln 0,91 4.261,17
6 Hamburg 0,91 5.568,99
7 Stuttgart 0,78 4.844,37

* Wohnungen im Bestand in Euro; Quellen: Value AG (empirica-systeme Marktdatenbank), Statistisches Bundesamt; Berechnungen: HWWI

Kaufpreis-Prognose nach dem HWWI-Wohnungsmarktmodell

In die Kaufpreisprognose für die 401 kreisfreien Städte und Landkreise sind Angebots- und Nachfrageentwicklung anhand verschiedener Regionaldaten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung sowie zu Wohnausgaben und Wohnungsangebot eingeflossen. Das HWWI-Wohnungsmarktmodell vollzieht nach, wie sich diese Faktoren wechselseitig beeinflussen. Am Ende der Modellrechnung steht die Kaufpreisprognose für den Zeitraum 2020 bis 2030. Ausgewiesen wird der durchschnittliche jährliche reale Preistrend.

Tipps der Redaktion
Foto: Wer mietet und wer kauft
Nach Ländern aufgeschlüsseltWer mietet und wer kauft
Foto: Wo die Immobilienpreise vergleichsweise moderat sind
Postbank Wohnatlas 2020Wo die Immobilienpreise vergleichsweise moderat sind
Foto: In diesen mittelgroßen Städten steigen die Kaufpreise am stärksten
Immobilien-Boom abseits der MetropolenIn diesen mittelgroßen Städten steigen die Kaufpreise am stärksten